Pilgern ist immer auch ein Aufbruch zur Achtsamkeit, der im Alltag fortgesetzt werden kann. Franz Alt ist mit Helfried Weyel und Bernd Lohse den Olavsweg in Norwegen gepilgert. Ihr Buch erzahlt von dieser konkreten Wanderroute, aber vor allem von den Grunderfahrungen, die alle Pilger machen, egal auf welchem Weg sie unterwegs sind: der Auseinandersetzung mit der Natur und der Konfrontation mit dem eigenen Ich.
„Langsam durch belebte Straßen zu gehen, ist ein besonderes Vergnügen. Man wird überspült von der Eile der andern, es ist ein Bad in der Brandung.“ So beginnt Franz Hessel sein „Lehrbuch der Kunst, in Berlin spazieren zu gehen“, wie es 1929 auf dem Schutzumschlag der Erstausgabe von Spazieren in Berlin heißt. Als aufmerksamer Beobachter schlendert Hessel durch das lärmende Berlin der 1920er-Jahre, läuft über Plätze, durch Straßen, Fabriken und Parks, besucht den Osten mit seinen Hinterhöfen und Markthallen, den Westen mit seinen Nachtcafés und Amüsiertempeln, macht sich mit Spürsinn in die stilleren Winkel auf undentdeckt auch abseits Gelegenes. Im Flanieren streut er passend zu den Gegenständen seiner Betrachtung Interessantes aus der Geschichte Berlins ein und umgibt so die Berliner Stadtlandschaft mit einem einzigartigen Zauber. Eingeleitet durch sehr persönliche Worte des Sohnes Stéphane Hessel, Résistance-Mitglied und später langjähriger französischer Diplomat, und durch ein editorisches Vorwort des Herausgebers Moritz Reininghaus, folgt der Text von Spazieren in Berlin der Originalausgabe von 1929. Der Germanist Prof. Dr. Bernd Witte, Herausgeber der Hessel-Gesamtausgabe, setzt in seinem Nachwort das Buch in Beziehung zu Hessels Gesamtwerk und benennt den Stellenwert von Spazieren in Berlin als eines der wichtigsten Werke der modernen Metropolenliteratur.
In Norwegen starten 3 Häftlinge mit dem Gefängnispastor auf einen Pilgerweg: als Resozialisierungsmaßnahme, die zur Begnadigung führen soll. Doch es gibt Menschen, die nicht wollen, dass die Gruppe ihr Ziel erreicht.
Die Hamburger Studentin Ellen flieht vor den sexuellen Erniedrigungen ihres gewaltätigen Freundes bis nach Norwegen. Erst in den Lofoten fühlt sie sich sicher. Doch er gibt nicht auf, was er „besitzt“. Sein Wahn bringt einem Menschen den Tod und Ellen in größte Gefahr: Nach einer dramatischen Verfolgungsjagt sieht sie ihn zum letzten Mal.