Denglers - 1: Die Blaue Liste
- 350 Seiten
- 13 Lesestunden
Nach einer politisch prägenden Zeit in den 1960er Jahren und einer erfolgreichen Karriere in der Computerindustrie erfüllte sich Wolfgang Schorlau mit fünfzig Jahren seinen Lebenstraum als Schriftsteller. Diese Neuausrichtung ermöglichte es ihm, seine vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse in sein literarisches Schaffen einfließen zu lassen. Seine Werke zeichnen sich durch ein tiefes Verständnis menschlicher Psyche und gesellschaftlicher Mechanismen aus. Schorlau widmet sich komplexen Themen und sein Stil ist für seine Präzision und fesselnde Erzählweise bekannt.






Denglers zehnter Fall führt ins Herz des gegenwärtigen Kampfs um das Recht auf Wohnen. Georg Dengler fühlt sich in Stuttgart so wohl wie schon lange nicht mehr, und auch mit Olga läuft es besser denn je. Trotz der aufziehenden Corona-Pandemie lässt er sich von ihr überreden, in Berlin zu ermitteln. Dort scheint ein Immobilienhai seine Mieter mit kriminellen Methoden rauszuekeln. Doch Dengler muss erkennen, dass die Sache größer ist, viel größer. Das gibt es nirgendwo sonst auf der Welt: In einem Radius von wenigen hundert Metern vereinen sich in Kreuzberg Plattenbauten, schicke Townhouses, die türkische Community und der Schwarze Block. Ausgerechnet hier will der Bauunternehmer zwei Häuser »entmieten«, den danebenstehenden Kindergarten abreißen und ein neues Townhouse bauen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die Mieter*innen wehren sich. Eine von ihnen bittet ihre Freundin Olga um Hilfe. Plötzlich stehen sie und Georg Dengler mitten im modernen Berliner Häuserkampf um das Recht auf Wohnen. Dann fällt ein Spekulant vom Dach eines der umkämpften Häuser – und die Lage eskaliert. In seinem zehnten Dengler-Krimi erweist sich Wolfgang Schorlau erneut als ein Meister des politischen Romans. Hochaktuell und spannend.
»Schorlau schreibt zurzeit die Kriminalromane, die am dichtesten dran sind an der sozialen Realität.« Hamburger Abendblatt Das Bundeskriminalamt bittet seinen früheren Zielfahnder und heutigen Privatermittler Georg Dengler um Mithilfe: Er soll die Akten der damaligen Sonderkommission Theresienwiese über den Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 prüfen. Dengler denkt, es sei ein leichter Auftrag, doch schon bald entdeckt er die ersten Widersprüche. Warum wurde in dem Abschlussbericht der Sonderkommission behauptet, es handele sich bei dem Attentäter um einen Einzelgänger, während glaubhafte Zeugenaussagen ihn unmittelbar vor der Tat mit weiteren Personen gesehen haben? Dengler ermittelt und steht plötzlich selbst im Fadenkreuz mächtiger Interessen. In seinem neuen Roman entwickelt Wolfgang Schorlau aus realen Geschehnissen eine Geschichte, die aus dem Kalten Krieg bis in unsere Zeit reicht und den Leser bis zur letzten Seite in Atem hält.
Ein neuer Fall für Dengler: die schmutzigen Geschäfte der Massentierhaltungskonzerne Georg Denglers Sohn Jakob ist verschwunden. Bereits seit drei Tagen! Denglers geschiedene Frau macht ihm die Hölle heiß: Finde unseren Sohn! Aber nicht nur Jakob ist unauffindbar. Auch Laura Trapp, die in Jakobs Parallelklasse geht, ist verschwunden. Ebenso Cem und Simon, zwei seiner Freunde. Georg Dengler, der Stuttgarter Privatermittler, macht sich auf die Suche nach seinem Sohn und dessen Freunden. Er findet bei Jakob zu Hause Aufkleber, wie sie Unbekannte in den letzten Wochen auch in den Tiefkühltruhen von Supermärkten angebracht haben. »Dieses Fleisch stammt aus Massentierhaltung. Sie vergiften damit sich und ihre Familie«, steht darauf. Auf Jakobs Computer findet er Fotos und Filme aus Hühner- und Putenmastanlagen. Widerliche Fotos, eklige Filme, die das Elend der Tiere dokumentieren. Ist sein Sohn ein radikaler Tierschützer geworden? Bereitet er mit seinen Mitstreitern eine große Aktion vor? Oder sind sie den Betreibern der Tierfarmen in die Quere gekommen und jetzt in Gefahr? Wieso weiß er nichts darüber? Wieso kennt er seinen Sohn so wenig? So lernt Georg Dengler auf der Suche nach Jakob seinen Sohn erst wirklich kennen – und kommt den mörderischen Methoden von Massentierhaltung und Lebensmittelindustrie auf die Spur.
Georg Dengler steht vor seiner bisher größten Herausforderung: die Entführung der EU-Beamtin Anna Hartmann. Der Stuttgarter Privatermittler erhält einen lukrativen Auftrag vom Auswärtigen Amt, um Hartmann zu finden, die mit der Griechenlandrettung in Verbindung steht. Ein Handyvideo deutet auf ihre Entführung hin. Mit Hilfe seiner technisch versierten Freundin Olga identifiziert Dengler vier Verdächtige, doch bevor er sie befragen kann, werden sie ermordet. Steckt ein Verräter im Auswärtigen Amt? Oder gibt es eine Verbindung zu seiner neuen Mitarbeiterin Petra Wolff? Denglers Ermittlungen führen in eine Sackgasse. Hartmann war Teil der Troika, die Griechenland die Bedingungen der Eurogruppe diktiert hat. Könnte das der Schlüssel zum Fall sein? Dengler nimmt einen neuen Anlauf und entdeckt das größte Geheimnis der Griechenlandrettung: Wo sind die Milliarden europäischer Steuergelder gelandet? Als er die Namen der Personen und Institutionen ermittelt, die von diesen Summen profitiert haben, gerät er selbst ins Visier. Alle Fälle von Georg Dengler sind eigenständige Geschichten und können unabhängig voneinander gelesen werden.
Denglers Mutter wird älter und sieht nachts Schatten, was zu Spannungen führt. Er reist an, um sie zu beruhigen, doch entdeckt einen Mordfall, der ihn persönlich betrifft: die Tote war seine Jugendliebe. Der Fall entblößt ein Netz aus Korruption und Macht, während ein Windrad-Projekt auf Widerstand stößt.
»Schorlau ist ein dezidiert politischer Krimiautor.« Frankfurter Rundschau Spannung und Aufklärung – diese einzigartige Kombination ist das Markenzeichen der Kriminalromane um den Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler. Beiden Ansprüchen wird Wolfgang Schorlau auch in seinem neuen Roman, in dem es um die Machenschaften der Pharmaindustrie geht, glänzend gerecht. Der sechste Fall führt Georg Dengler nach Berlin. Professor Dr. Bernhard Voss, Arzt an der Charité, wird eines schrecklichen Verbrechens verdächtigt. Sein Verteidiger bittet Dengler um Unterstützung. Dieser steht plötzlich vor einem Abgrund an Manipulationen. Fast beiläufig erzählt Schorlau zugleich eine Geschichte über den Widerstand gegen »Stuttgart 21«, in dem Denglers Sohn Jakob aktiv ist. »Zwei Jahre lang habe ich über die Pharmaindustrie recherchiert«, schreibt Schorlau im Nachwort. »Ich kann es nicht anders sagen: Diese Industrie wird von einer beispiellosen kriminellen Energie getrieben.«
Denglers achter Fall
Eine literarische Ermittlung im größten Kriminalfall der Nachkriegsgeschichte: den Morden des NSU. Die Sicherheitsbehörden ermitteln nicht gegen die Täter, sondern gegen das Umfeld der Opfer. Akten werden geschreddert, und der Verfassungsschutz hat überall seine Finger im Spiel. Was, wenn das kein bloßes Behördenversagen ist? Wer schützt die Mörder? Ein unbekannter Auftraggeber setzt den Privatermittler Georg Dengler auf die Spur. Er soll herausfinden, wer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt erschoss. Dengler, notorisch pleite, nimmt den Auftrag an. Als er entdeckt, dass Harry Nopper, sein ehemaliger Gegenspieler beim Bundeskriminalamt, nun Vizepräsident des Thüringer Verfassungsschutzes ist, taucht er tief in das Netz von Neonazis und Verfassungsschutz ein. Er beschafft sich die Ermittlungsakten zum angeblichen Selbstmord der beiden und deckt Schicht für Schicht die Anatomie eines Staatsverbrechens auf. Eine Frage stellt sich ihm: Leben oder Tod? Ein zusätzliches Kapitel fasst Denglers neueste, beunruhigende Recherchen zusammen: Der Tatort des angeblichen Selbstmords entpuppt sich als Inszenierung. Mundlos und Böhnhardt verstarben mindestens zwölf Stunden vor dem offiziell angegebenen Todeszeitpunkt. Die Fälle von Georg Dengler können unabhängig voneinander gelesen werden.
Eine Handvoll reicher Italiener möchte Venedig in ein Disneyland für Superreiche verwandeln. Ein Mordfall bringt Commissario Morello ins Spiel – und ihn selbst in höchste Gefahr. Weg mit den ärmlichen Tagestouristen! Weg mit den Sandalen tragenden Studienräten aus Deutschland! Und vor allem: raus mit den noch verbliebenen Bewohnern Venedigs. Die Gruppe, die sich auf das Erbe der venezianischen Dogen beruft, bereitet eine beträchtliche Erweiterung des Flughafens vor. Sie plant eine U-Bahn, die vom Festland nach Venedig führt. Die Pläne sind fertig. Nur eine klitzekleine Kleinigkeit fehlt noch: Die zuständigen Politiker müssen bestochen werden. Diese Aufgabe übernimmt der treue Buchhalter Paolo Salini. Doch als dieser ermordet wird und das Bestechungsgeld verschwindet, übernimmt Commissario Morello den Fall und bringt das lang geplante Projekt in Gefahr. Da beschließen die reichen Männer: Morello muss weg …
Auf der Suche nach den Geheimnissen des Orients – ein Roman über Istanbul, die Stadt zwischen Abend- und Morgenland Sehnsucht ist die Grundmelodie dieses Romans, und Sehnsucht treibt Andreas Leuchtenberg nach Istanbul, um einer alten, nicht gelebten Liebe nachzuspüren und die Frau wieder zu finden, deren Liebe er vor vielen Jahren zurückwies. Sehin, das türkische Mädchen, das in seiner Straße gewohnt hatte, war eine Prinzessin, sowohl eine Räuberprinzessin als auch eine aus den Märchen von Tausendundeiner Nacht. Er hatte sie verleugnet, als seine Kumpels sie als seine »Kanakenbraut« verhöhnten ... Als Leuchtenberg von Sehins Vater zufällig hört, dass sie inzwischen in Istanbul lebt und dort eine Modenschau organisiert, fliegt er kurz entschlossen an den Bosporus. Er lässt sich durch die Stadt treiben, lernt Alt-Istanbul, den europäischen Teil, kennen und gerät dann in die abgelegeneren orientalischen Stadtviertel. Immer weiter verliert er sich in der geheimnisvollen Atmosphäre dieser Stadt mit ihrer 2500-jährigen Geschichte, erlebt die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Türken, die berühmten Basare und Bauwerke wie die Hagia Sophia und die Blaue Moschee, von denen Sehin ihm früher erzählt hatte ...