Argentinien im Juni 1956: Ein Dutzend Männer wird von der Polizei aus einer Wohnung entführt und hingerichtet. Monate später stößt der Journalist Rodolfo Walsh auf die Spur eines Überlebenden; nach minutiösen Recherchen veröffentlicht er den Tatsachenroman „Das Massaker von San Martín“. Die Geschichte ist in Südamerika eine Sensation und macht Walsh zum Helden des argentinischen Widerstands. Marcelo Figueras erzählt diese wahre Begebenheit als spannungsgeladenen Thriller: wie der legendäre Journalist Walsh selbst zum Detektiv wird und mit der Rekonstruktion des Verbrechens seinen literarischen Durchbruch erzielt. Perfekt komponierter Krimi und Reportage in einem: ein Meisterstück.
Marcelo Figueras Reihenfolge der Bücher





- 2018
- 2009
Aquarium
- 324 Seiten
- 12 Lesestunden
- 2008
»Drei Worte: Bitte unbedingt lesen!« Christine Westermann Argentinien, 1984. Die Auswirkungen des Militärregimes sind noch schmerzhaft spürbar. Pat Finnegan, schön und unnahbar, versteckt sich mit ihrer kleinen Tochter Miranda in den Wäldern Patagoniens vor einer mysteriösen Gefahr. Durch Zufall treffen die beiden auf Teo, einen Sprengmeister aus Buenos Aires, der sich unsterblich in Pat verliebt. Die beiden werden ein Paar, doch allmählich beginnt Teo an Pats Geschichte zu zweifeln. Ist Mirandas Vater wirklich tot, wie sie behauptet? Wovor ist Pat auf der Flucht?
- 2006
Der Spion der Zeit
- 278 Seiten
- 10 Lesestunden
»Flott, scharf, schnell.« Uwe Stolzmann in der ›NZZ‹ Van Upp, Ermittler und Shakespeare-Fan mit Psychiatrie-Erfahrung, erkennt die biblischen Verweise, die der Täter hinterlässt. Doch er kämpft auch mit den Dämonen seiner Vergangenheit. Etwa 30 000 Menschen »verschwanden« während der argentinischen Militärdiktatur 1976 bis 1978 – ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt. In kurzen, atmosphärisch dichten Sätzen macht Figueras das Trauma einer Nation spürbar. Ein komplexes Drama über Schuld und Sühne.
- 2006
Ein tragikomischer Roman voll existentieller Kraft. Buenos Aires, kurz nach dem Militärputsch 1976: Ein regimekritischer Anwalt muss mit seiner Familie untertauchen. Während dies für die Eltern eine lebensgefährliche Notwendigkeit ist, wird es für die beiden Söhne zu einem grandiosen Abenteuer. Bedrohung und Spiel, Familie und Diktatur prägen die Welt der Jungen. Figueras erzählt aus der Sicht des zehnjährigen Sohnes von Abenteuern und Ängsten, Zauberkünstlern und Außerirdischen. Der blutige Putsch steht nicht im Mittelpunkt, sondern die Veränderungen, die die Diktatur für die Familie mit sich bringt. Ein Strategiespiel wird für den Jungen und seinen Vater zum Sinnbild ihrer Lage – wenn das kleine Land Kamtschatka sich erfolgreich gegen die Übermacht seiner Feinde verteidigt. Die Zärtlichkeit und kindliche Neugier, mit der Figueras den Erfahrungen seines kleinen Helden nachspürt, stehen im Kontrast zum sich ausbreitenden Terror im Land. Sensibel und mit warmem Humor verwebt er Kinderfragen und Zeithistorie. Der Kinofilm, basierend auf dem Drehbuch von Marcelo Figueras, erhielt 2003 den Publikumspreis auf der Berlinale und wurde als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert.