Schwarze deutschsprachige Belletristik hat eine lange, beachtliche Tradition, die in vielen Strömungen lebendig wurde. So zum Beispiel in Dualla Misipos Roman „Der Junge aus Dualla“, (geschrieben Ende der 1920er), und in aktuellen Titeln Schwarzer Autor·innen, die eine immer größere Wirkung erzielen. Um die Traditionen, Einflüsse und Bezüge von Autor·innen der afrikanischen Diaspora in der deutschsprachigen Literatur zu veranschaulichen, wurde „Resonanzen – Schwarzes Literaturfestival“ ins Leben gerufen. Im Rahmen des dreitägigen Festivals haben sechs Schwarze Nachwuchs-Schriftsteller·innen Texte vorgetragen, die eigens für die Veranstaltung rund um das Impulswort „Erbe“ geschrieben wurden. Neben den Kurzgeschichten versammelt der Band die Jurydiskussionen, die einführenden und abschließenden Vorträge, als auch die Eröffnungsrede von Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga. Jeannette Oholi ist Doktorandin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sharon Dodua Otoo ist Schriftstellerin und politische Aktivistin. 2016 gewann sie den Ingeborg Bachmann-Wettbewerb.
Sharon Dodua Otoo Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Sharon Dodua Otoo schreibt mit Elementen des magischen Realismus und Afrofuturismus. Ihre Werke erforschen Themen wie Identität, Beziehungen und Empowerment. Otoo ist eine britische Schriftstellerin, Publizistin und Aktivistin, deren Texte für ihren einzigartigen Stil und ihre Tiefe bekannt sind.






Die Texte der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo nun in einem Band. Über »Herr Gröttrup setzt sich hin« urteilt die Jury »Ein cooler Text« als die Autorin mit ihrer ersten auf Deutsch geschriebenen Erzählung 2016 den Bachmann-Preis gewann. Vier Jahre später hielt Otoo dort selbst die Eröffnungsrede: »Dürfen Schwarze Blumen Malen?« Ihre Mischung aus Polemik und Humor, Gesellschaftskritik und Empathie sorgte wieder für Furore. Das neue Buch vereinigt beide Texte mit einem weiteren, bisher unveröffentlichtem, einer imaginären Reise mit den Eltern nach Klagenfurt. Otoo ist die charismatische Sprecherin einer neuen Generation: Schwarz, selbstbewusst, feministisch. Der erste Roman der Autorin »Adas Raum« wurde zu einem fulminanten Erfolg. Ihr Erzählen zeigt: »Die Welt ist jederzeit zu erschüttern«, wie Sandra Kegel sagte, als Otoo den Bachmann-Preis gewann.
Der lang erwartete erste Roman der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo: »Adas Raum« verwebt die Lebensgeschichten vieler Frauen zu einer Reise durch die Jahrhunderte und über Kontinente. Ein überraschender Roman, der davon erzählt, was es bedeutet, Frau zu sein. Ada erlebt die Ankunft der Portugiesen an der Goldküste des Landes, das einmal Ghana werden wird. Jahrhunderte später wird sie für sich und ihr Baby eine Wohnung in Berlin suchen. In einem Ausstellungskatalog fällt ihr Blick auf ein goldenes Armband, das sie durch die Zeiten und Wandlungen begleitet hat. Ada ist viele Frauen, sie lebt viele Leben. Sie erlebt das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Vergangenheit und die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos. »Otoos Art, persönliches und historisches Leid zu brechen zugunsten einer funkenstiebenden artistischen Erzählkonstruktion, lässt diese Geschichte zu einem literarischen Abenteuer werden.« Denis Scheck, WDR
Ingeborg-Bachmann-Preis 2016: Sharon Dodua Otoo »hat den wohl angesehensten deutschsprachigen Literaturpreis gewonnen« Philip Oltermann, The Guardian »fabelhaft«, »beeindruckend«, »lang nachwirkende Stolpersteine«, »Satire, Witz und Ironie« – Sharon Dodua Otoo löst mit ihrem Schreiben und Denken große Begeisterung aus. In ihren ersten beiden Novellen ›die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle‹ und ›Synchronicity‹ erzählt Sharon Dodua Otoo mit phantastischer Leichtigkeit, herzlichem Humor und schonungslosem Scharfsinn von Farben und Grautönen, von Unsicherheiten und Empowerment. Sie hat einen deutschen Mann geheiratet, den schönsten Mann, und seinen Namen stolz getragen, bis sich herausstellt, dass seine andere Frau ausgewiesen wird. In ›die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle‹ erzählt Sharon Dodua Otoo von einem bitteren Verlust, einer schonungslosen Bilanz und einer mutigen, trotzigen und willensstarken Frau, die sich neu erfindet. Erst ist das Gelb weg, dann das Grün, das Blau und schließlich das Braun. Cee sieht keine Farben mehr, auch nicht ihre eigene Haut. Dann kehren die Farben zurück. Aber so einfach ist es nicht ... ›Synchronicity‹ ist eine irrwitzige und verblüffende Geschichte, eine Adventsgeschichte. »die Welt ist jederzeit zu erschüttern«, Sandra Kegel, Jurorin Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb
Synchronicity
the original story
One day, Cee realises that she is in the process of losing her colours – which is definitely bad enough. But actually – it‘s just the beginning… Cee slowly realises that she is losing her colours day by day. Of course, this worries her at first – although she already knows that her foremothers also went through it and survived. Still. Now she has to once again learn how to deal with loss – and just like last time, it‘s happening just before Christmas… Author: Sharon Dodua Otoo is a Black British mother, activist, author and editor of the English language book series “Witnessed“. Her first novella “the things i am thinking while smiling politely“ was published in English in 2012 and appeared in German as “die dinge, die ich denke, während ich höflich lächele“ in 2013 (both also in edition assemblage). “Synchronicity“ is her second novella. Sharon lives, laughs and works in Berlin. www.sharonotoo.com
„Daima“ is a collection of selected black and white photographic portraits of inspiring Black women who live and work in Germany. From intimate representations of two ladies confiding in each other, through lively group pictures of sistahs together, to beautiful individual portraits: this book captures their interactions in a variety of settings. Afro-German photographer Nzitu Mawakha presents a unique collection of striking images and combines these with texts, where the women portrayed focus their gaze on the reader-viewer and where the women portrayed are the ones to ask the questions.
The Little Book of Big Visions
How to Be an Artist and Revolutionize the World - Witnessed
- 158 Seiten
- 6 Lesestunden
German theatres predominantly feature white ensembles, while Afro-German visual artists face ongoing challenges for recognition beyond labels like “African” or “migrant.” “The Little Book of Big Visions: How to be an Artist and Revolutionize the World,” edited by Sandrine Micossé-Aikins and Sharon Dodua Otoo, explores the current landscape for Black artists in Germany, presenting their visions for equality through text and imagery. This anthology transcends traditional discussions of “integration,” “migration,” “race,” and “equality,” targeting primarily Black cultural producers in Germany and those in English-speaking diasporas. It also invites anyone interested in transforming Germany's contemporary art scene to engage with its content. As the inaugural publication in the English-language series Witnessed, this work addresses what egalitarian communities might look like and the pivotal role of Black cultural workers in realizing these visions. It poses questions about the nature of Black artistic practices in such communities and what lies beyond mere reaction and resistance. By fostering dialogue about the underrepresented experiences of Black cultural workers in Germany, the book highlights how they envision and advocate for equal opportunities. Contributions come from a diverse range of voices, including Jamika Ajalon, Bibiana Arena, Mo Asumang, and others.
„the things i am thinking while smiling politely“ erzählt von der langsamen Zersetzung einer Ehe und den Auswirkungen auf Freunde und Familie. Ama verliert ihre Sista, Kareem entwickelt Misstrauen gegenüber einer guten Freundin, während die Geschwister Ash und Beth um die Zuwendung ihrer Mutter kämpfen. Till und seine Lebensgefährtin entfernen sich ebenfalls voneinander. Feinfühlig, schonungslos und mit subtiler Komik schildert die Protagonistin, wie sie sich neu entdeckt – und das nicht nur in positiven Aspekten. Nach jahrelanger aktiver Arbeit in der Schwarzen deutschen Community setzt Sharon Dodua Otoo ihr Engagement nun auch literarisch fort, indem sie Empowerment thematisiert. In die Trennungsgeschichte einer in Deutschland lebenden Schwarzen britischen Frau fließen ihre Beobachtungen zu Alltagsrassismus und Privilegien ein.

