"Um freie Tage am Meer zu verbringen, wollen vier Leute aus Mexico City nach Veracruz fahren. Sie kommen aber nicht hin, weil in dem tristen Städtchen Cholula eine Wagenpanne passiert." Der Verbot dieses grandioen Romans als pornographisch und gottesläserlich durch die spanische Zensur löste einen internationalen Protest aus.
Carlos Fuentes Bücher
Carlos Fuentes war eine herausragende Persönlichkeit der lateinamerikanischen Literatur, bekannt als Romanautor und Essayist, dessen Werk die literarische Landschaft der spanischsprachigen Welt tiefgreifend prägte. Er besaß die bemerkenswerte Fähigkeit, komplexe Erzählungen zu weben, die die Vielschichtigkeit der mexikanischen Identität, Geschichte und sozialen Dynamik erforschten. Fuentes' Prosa zeichnet sich durch intellektuelle Strenge und stilistische Eleganz aus und bietet den Lesern tiefe Einblicke in die menschliche Verfassung. Seine einflussreiche Stimme schwingt bis heute nach und festigt sein Vermächtnis als einer der bedeutendsten literarischen Köpfe des 20. Jahrhunderts.







Anfang des letzten Jahrhunderts, zur Zeit der südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfe, spielt dieser Revolutions- und Liebesroman des Mexikaners Carlos Fuentes. Er erzählt die Geschichte des Baltasar Bustos, eines jungen Militärs, der von Buenos Aires aus seinen revolutionären Feldzug für die Rechte der Machtlosen antritt. Während dieser "campana", die ihn durch ganz Südamerika führt, gerät er zunehmend in den Sog einer romantisch-erotischen Vision, die ihn nicht mehr losläßt.
In seinem ersten Roman zeichnet Fuentes ein umfassendes Bild der postrevolutionären Mexiko-Stadt. Er kreist um die Frage nach der mexikanischen bzw. lateinamerikanischen Identität und verknüpft die neuere, von Desillusionen geprägte Geschichte Mexikos mit seiner mythisch-indianischen Vergangenheit. 1987 erhielt Fuentes den Cervantespreis für sein Lebenswerk.
Verhüllte Tage
- 94 Seiten
- 4 Lesestunden
Die in dem Band 'Verhüllte Tage' gesammelten Erzählungen waren das Debüt von Carlos Fuentes (geb. 1928), der heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller Lateinamerikas gilt. Sie zeigen die vielfältigen sozialen und kulturellen Spannungen der mexikanischen Gesellschaft in surrealistischer Verfremdung, indem sie Wirklichkeit und Traum, Geschichte und Gegenwart vielfältig verflechten. Die Menschen, die sie schildern, sind beherrscht von der aztekischen Vorstellungswelt, die bedrohlich in den modernen Alltag ragt. Sie sind Gefangene der mythologischen Vergangenheit und zugleich Opfer der modernen Zivilisation.
Woran ich glaube ist das persönlichste Buch von Carlos Fuentes und beleuchtet gleichzeitig ein ganzes Jahrhundert – ein lebendiges, das zeitgenössische Leben widerspiegelndes Lexikon. Carlos Fuentes offenbart dem Leser seine Gedanken über das Leben, erzählt von seiner Kindheit in Lateinamerika, schildert seine ersten Begegnungen und Erfahrungen mit Literatur. Mal plaudernd, mal bekennend oder nachdenklich gibt er sich in diesen alphabetisch geordneten Texten und schlägt darin auch die großen Themen an, die sich in seinen Romanen wiederfinden. Die persönlichen Bekenntnisse zu Freundschaft, Schönheit, Familie, Liebe und Sex überraschen durch ihre Offenheit wie durch den vertraulichen Ton, mit dem er sich an den Leser wendet.
Ein bedeutender kulturhistorischer Essay, ein weitgefächertes Panorama spanischer und lateinamerikanischer Geschichte von einem der großen Autoren Mexikos. Carlos Fuentes rekapituliert die epochalen Ereignisse der hispanischen Geschichte von den Anfängen bis in die unmittelbare politische Gegenwart und erkundet Übereinstimmung und Divergenz ihrer kulturellen, religiösen und sozialen Wirklichkeit. Im Brennpunkt seines Interesses stehen dabei die synkretischen, barocken, multikulturellen und multirassischen Erfahrungen, die Spanien und Lateinamerika gemeinsam sind. Aus der Fülle seiner Betrachtungen entwickelt er die optimistische Vision eines eigenständigen Spanisch-Amerika.



