Thema dieser Studie ist die Geschichte der wissenschaftlichen Strategien der Menschenzüchtung und ihrer politischen Indienstnahme. Im Zentrum der Analyse steht die sogenannte Eugenik, die »Wissenschaft vom guten Erbe«, die in Deutschland vorwiegend als »Rassenhygiene« bezeichnet wurde und die die Vorläuferin der modernen Humangenetik war.
Peter Weingart Bücher






Wissenschaftssoziologie. Band 2
Determinanten wissenschaftlicher Entwicklung
AuszugDieses Buch erzählt die so unglaubliche wie groteske Geschichte des Ludwig Ferdinand Clauss, der sich selbst als „Rassenseelen- forscher“ bezeichnete, nach der Machtergreifung der National- sozialisten in Deutschland zum Erfolgsautor wurde - und der seine jüdische Mitarbeiterin Margarete Landé vor der Naziverfogung rettete. Diese hat dafür gesorgt, daß Clauss elf Jahre nach seinem Tod in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als ein „Gerechter unter den Völkern“ geehrte wurde.
Mit diesem Band wird die erste quantitative und institutionelle Gesamterhebung der Entwicklung der Geisteswissenschaften an bundesdeutschen Universitäten seit Mitte der fünfziger Jahre vorgelegt. Sie umspannt einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren, in denen sich aufgrund der Bildungsreform Ende der sechziger Jahre das Universitätssystem grundlegend verändert hat. Es ist nicht nur stark expandiert - die Zahl der geisteswissenschaftlichen Professuren stieg um etwa das Siebenfache -, sondern damit hat sich auch seine Funktion als Ausbildungsinstitution für eine schmale Führungselite zur Massenausbildungseinrichtung in einer demokratischen Gesellschaft verändert.
Perspektiven der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter
- 340 Seiten
- 12 Lesestunden
Öffentliche Kommunikation steht gegenwärtig vor Herausforderungen durch „Fake News“ und „Hate Speech“ im Internet sowie durch maschinell gesteuerte Kampagnen in sozialen Netzwerken. Begriffe wie Echokammern, Filterblasen und Social Bots prägen die Debatte, die insbesondere die Wissenschaftskommunikation betrifft, da sie das Vertrauen in Fakten und die Objektivität wissenschaftlicher Methoden untergräbt. Der Band bietet einen Überblick über das Verhältnis von Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit im Kontext aktueller Medienentwicklungen. Experten aus verschiedenen Disziplinen wie Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Journalismusforschung, Linguistik, Medienwissenschaft und Informatik sowie aus der Praxis der Wissenschaftskommunikation beleuchten das Thema. Schwerpunkte sind die ökonomische Situation der Wissenschaftskommunikation, insbesondere des Wissenschaftsjournalismus, sowie die technischen Voraussetzungen und die damit verbundenen Chancen und Risiken der Digitalisierung. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Wahrung der Kommunikationsqualität und der Schaffung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen in Medieninhalte. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist wichtig, da qualitativ hochwertige und unabhängige Wissenschaftskommunikation eine grundlegende Voraussetzung für demokratische Gesellschaften und politische Entscheidungen darstellt. Alle Beiträge stammen aus der Arbeitsgruppe „Kommunikation zwischen Wissenschaft, Öffe



