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Rolf Tiedemann

    24. September 1932 – 29. Juli 2018
    Dialektik im Stillstand
    Noten zur Literatur 4.
    Aufklärung für Kinder
    Niemandsland
    Gesammelte Schriften
    Berliner Kindheit um neunzehnhundert
    • Walter Benjamins Berliner Kindheit um neunzehnhundert gehörte zu den ersten Büchern, die Peter Suhrkamp 1950 veröffentlichte. Benjamins Kindheitsbuch ist eine der schönsten autobiographischen Schriften des 20. Jahrhunderts und zugleich ein Schlüsseltext der Moderne. In Prosaminiaturen oder Momentaufnahmen beschreibt Benjamin seine Kindheit im Berlin der Jahrhundertwende, auf das im Rückblick bereits der Schatten des Exils fällt. Benjamin hat von 1932 bis 1938 an der Berliner Kindheit gearbeitet, aber keine der drei Fassungen lag für diese erste Buchfassung vor, die Theodor W. Adorno aus verschiedenen Manuskripten, Typoskripten und Teilabdrucken zusammenstellte. Erst 1981 wurde in der Bibliotheque Nationale in Paris ein Typoskript der 1938 entstandenen Fassung letzter Hand wiedergefunden. Eine weitere, noch später zugänglich gewordene Fassung ist bis heute unveröffentlicht geblieben. Sie erscheint zum Jubiläum des Verlages. Ihr beigegeben sind historische Photographien aus dem Berl in der Jahrhundertwende und Dokumente aus dem Nachlaß Walter Benjamins.

      Berliner Kindheit um neunzehnhundert2001
      4,2
    • Dreizehn Jahre lang, von 1927 bis zu seinem Tod 1940, arbeitete Benjamin an dem als Hauptwerk geplanten Buch über Paris, dem sogenannten Passagenwerk: einer materialen Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts.

      Das Passagen-Werk1996
      4,5
    • Dialektik im Stillstand

      Versuche zum Spätwerk Walter Benjamins

      Der Band versammelt Studien, die während der letzten zehn Jahre entstanden sind. Von philologischen Fragestellungen ausgehend, steht im Zentrum der Arbeiten Tiedemanns ein philosophisch-theoretisches Interesse. Gefragt wird nach den politischen Gehalten in Benjamins Spätwerk, nach dem Verhältnis von Geschichte und Theologie, von Marxismus und Anarchismus in ihm. Die Konstellation, zu der historischer Materialismus und jüdischer Messianismus sich beim späten Benjamin zusammengefunden haben, erweist Tiedemann als durchaus singulär und die Geschichtsphilosophie bis heute beunruhigend. »Benjamin, der innerhalb der geschichtlichen Evolution nur das mythische Immergleiche, aber keinen Fortschritt zu erkennen vermochte, diesen vielmehr nur als Sprung, als Eintritt des messianischen Reiches denken konnte, suchte dieser mystischen Geschichtsauffassung mit einer Version von Dialektik zu entsprechen, in der die Vermittlung völlig zugunsten des Umschlags zurücktrat, das versöhnende dem destruktiven und kritischen Moment weichen mußte.«

      Dialektik im Stillstand1983
    • Das Buch von Tiedemann ist die einzige umfassende Darstellung der Philosophie Walter Benjamins und wird nun unverändert neu aufgelegt. Es zeigt den strengen Zusammenhang und die konstitutive Kraft von Benjamins Denken und widerlegt die Auffassung, es sei nur fragmentarisch oder rhapsodisch.

      Studien zur Philosophie Walter Benjamins1973