Gleichheit ohne Angleichung
- 269 Seiten
- 10 Lesestunden






Eine Geschichte seit 1789
Beginnend mit dem Aufbruch der Frauen 1789 stellt dieses Buch die Geschichte der Frauenbewegung bis heute vor: den Anfang organisierter sozialer Bewegungen nach der 1848er Revolution; die Höhepunkte ihres öffentlichen Wirkens um 1900; den Aufstieg von Frauen zu gleichberechtigten Staatsbürgerinnen nach dem Ersten Weltkrieg; den Aufbruch zu einem «neuen» Feminismus nach 1970; und schließlich die Situation der Frauen und des Feminismus sowie die Veränderung der Geschlechterverhältnisse seit der Jahrtausendwende.
Beginnend mit dem Aufbruch der Frauen in der Französischen Revolution werden hier die verschiedenen Stationen und Strömungen der Frauenbewegung vorgestellt: Der Beginn einer organisierten sozialen Bewegung um die 1848er Revolution; die Höhepunkte ihrer Organisation und öffentlichen Wirkung um die Wende zum 20. Jahrhundert; der Aufstieg zu gleichberechtigten Staatsbürgerinnen nach dem Ersten Weltkrieg und der Niedergang der Bewegung in der Zeit des Nationalsozialismus; der Aufbruch zu einem 'neuen' Feminismus nach 1970 und schließlich der Ausblick auf die Situation der Frauen, des Feminismus und die Veränderung der Geschlechterverhältnisse am Beginn des 21. Jahrhunderts.
Programmatische Texte zu Feminismus und Frauenbewegung vom 19. bis zum 20. Jahrhundert – eine Einführung in Geschichte und Theorie der Frauenbewegung für Studium und Weiterbildung. Die Textauswahl stellt feministische Diskurse und Politiken vor und kommentiert sie in ihrem historischen Kontext sowie in ihrer Bedeutung für die Geschichte der Frauen. In einem interdisziplinären Zugriff wird der Blick auch auf prominente Vertreterinnen der Frauenbewegungen anderer Länder gerichtet. Mit der Bereitstellung der Quellen und weiterführender Literatur eignet sich der Band insbesondere als Studien- und Textbuch für Gender Studies. Mit Texten von Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft, Flora Tristan, Louise Otto(-Peters), Louise Dittmar, Sojourner Truth, J. S. Mill / H. Taylor Mill / H. Taylor, Hedwig Dohm, Hubertine Auclert, Elisabeth Cady Stanton, Lily Braun, Clara Zetkin, Johanna Loewenherz, Helene Lange, Helene Stöcker, Ellen Key, Minna Cauer, Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, Gertrud Bäumer, Rosa Mayreder, Alice Salomon, Emma Goldman, Emmeline Pankhurst, Marianne Weber, Marie Juchacz
Wenn in Zeitungsartikeln o.Ä. Bedingungen der Vereinbarkeit von Mutterschaft und Berufstätigkeit in anderen Ländern angesprochen werden, wüssten wir oft gern Genaueres darüber. Hier nun steht es, allerdings in wissenschaftlicher Aufarbeitung, was nicht für einfachen Zugang steht. Der Titel bietet in 40 Texten von 11 Wissenschaftlerinnen einen differenzierten Ländervergleich zu Rahmenbedingungen und sozialen Leistungen, kulturellen Leitbildern und Geschlechterrollen. Fallstudien untersuchen die Alltagspraxis erwerbstätiger Mütter im Kontext des jeweiligen Wohlfahrtssystems, aus denen sich politische Optionen wie auch Fehlentwicklungen ableiten. Ein Basistitel für Studierende, Arbeitende und Entscheidungsträger in entsprechenden Fachbereichen. (3)
Ist der Feminismus am Ende? Ute Gerhard beschäftigt sich kritisch mit Aktualität und Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland und kommt zu dem Schluß, daß der Feminismus allen Unkenrufen zum Trotz gegenwärtig nur eine Atempause braucht.
Flucht und Wanderung in der Weimarer Republik
Die Maßnahmen, mit denen Flucht- und Wanderungsbewegungen in der 20er Jahren eine neue Verortung erfahren, reichen von der statistischen Erfassung über paß- und Visumsbeschränkungen bis hin zur "Konzentration" in Internierungslagern. Die Rekonstruktion der diskursiven Prozesse in Wissenschaft, Politik und Medien macht erkennbar, wie in diesem Feld politische und kulturelle Dispositionen entstehen, die sich in den 30er und 40er Jahren verhängnisvoll auswirken. Mit der symbolischen Konstruktion des Nomadischen und seiner Verwerfung stabilisiert sich jene Symbolik der Krise, die die Weimarer Republik mehr oder weniger kontinuierlich durchzog und als Katalysator des Antisemitismus funktionieren konnte. Exemplarische Analysen zeigen, daß auch die Literatur in je spezifischer Weise auf die diskursive Konstellation der Wanderungsbewegungen Bezug nimmt - von unterschiedlichen Figurationen antinomadischer Wanderer bis hin zu J. Roths "Text-Räumen des Nomadischen" und S. Kracauers Ästhetik der "Zerstreuung".
Dieses Buch dokumentiert zum ersten Mal unseren Stand des Wissens über die Rechtsstellung von Frauen im deutschsprachigen Raum seit der Frühen Neuzeit bis heute. Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit rechtliche Normen für Männer und Frauen unterschiedliche Geltung beanspruchten, ob und wie diese Differenzen begründet wurden und in welcher Weise sich die Begründungen wie auch das positive Recht selbst im Lauf der Zeit verändert haben. Untersucht werden aber nicht nur die Rechtsnormen in den Bereichen des öffentlichen Rechts, des Zivilrechts und des Strafrechts, sondern ebenso die Rechtswirklichkeiten, die Alltagspraxis, die Rechtsprechung sowie die Diskurse über Recht und Unrecht.