Kungfutse gilt seit Jahrtausenden als Vater der chinesischen Kultur und als Vertreter des klassischen chinesischen Geistes. Seine ganz auf Erfahrung begründete Weisheit hat die Lehre vom Staat, von der Gesellschaft und dem Einzelnen auf den alten Überlieferungen wieder aufgebaut. Seine Gespräche geben die von seinen Schülern gesammelten Aussprüche des Meisters wieder. Ihre Kenntnis ist unerlässlich für jeden, der sich mit der Geschichte und Kultur Chinas ohne deren Kenntnis auch das moderne China nicht wahrhaft begriffen werden kann beschäftigen will. Die Gespräche sind darüber hinaus ein einzigartiges Lehrbuch einer auf Vernunft und die Natur des Menschen gegründeten Sittlichkeit.
Wolfgang Kubin Bücher






Nachrichten von der Hauptstadt der Sonne. Moderne chinesische Lyrik 1919-1984
- 246 Seiten
- 9 Lesestunden
Die Zusammenstellung moderner chinesischer Lyrik, erstmals auf Deutsch, dokumentiert den Einfluss der westlichen Kultur und die Neubewertung klassischer Traditionen auf die Entwicklung der Lyrik seit dem späten 19. Jahrhundert. Sie reflektiert den langen Kampf der neuen Lyrik gegen eine über zweieinhalb Jahrtausende alte Tradition.
Diese Anthologie präsentiert unveröffentlichte chinesische Gegenwartslyrik in deutscher Übersetzung von Wolfgang Kubin und Gao Hong. Sie ermöglicht einen ersten Einblick in die Werke bedeutender zeitgenössischer Poeten Chinas, deren vielfältige Stile und Themen schnell Vertrauen gewinnen und das Publikum überraschen.
Wolfgang Kubin, emeritierter Professor der Universität Bonn, bleibt als Professor auf Lebenszeit aktiv. Nach acht Jahren in Peking und seiner Tätigkeit an der Shantou University spielt Fußball weiterhin eine zentrale Rolle in seinem Leben und Wirken.
Maria des Weges. Unzeitige Hymnen.
Photographien von Ann Mak
Die Farbe Weiss, die Farbe Schwarz
Eine Erzählung
Die Erzälung dieses Bandes handelt vom Emsland, von Kentucky und von Südchina. Ihr Thema ist gemäß dem Yijing (I Ging) das Gesetz der Wandlung. „Wer damals im Anblick einer weißen Bluse vom Index Sex sprach, ist heute lange schon tot, als habe sich deren Bild einem Tumor gleich in sein Gehirn hineingefressen. Und auch ihr erster Liebhaber lebt längst nicht mehr. Vielleicht hatte er zu viel an ihre weiße Bluse gedacht, als er mit seinem schwarzen Wagen zwischen zwei sich schließenden Eisenbahnschranken endete. Mag sein letztes Bild ein offener Knopf gewesen sein, so wäre sein früher Tod möglicherweise ein seliger gewesen. So also begann die neue Geschichte von Herrn Niemand mit der Farbe Weiß, ohne daß er darum besonders gewußt hätte. Und sie endete mit dem Wörtchen „und“, bevor er darüber überhaupt nachdenken konnte. Denn da hatte sich unversehens Schwarz eingenistet, die linde Farbe der Schwäne.“
Die Lage ist ausgezeichnet. Mein Leben im Abriß. Band 2
Die Jahre 1966 bis 1976
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
Wie wird aus einem unbedarften Theologen ein weltberühmter Sinologe? Wolfgang Kubin berichtet selbstkritisch und humorvoll von seinem Weg aus dem Emsland und Münsterland nach Kyoto und Peking. Aus seinen Niederlagen wurden zwar keine Siege, aber sein Studium der Japanologie in Wien, der Philosophie in Bochum und der Germanistik wie Sinologie im Ruhrpott erlösten ihn von seiner theologischen Enttäuschung an der Universität Münster. Aus einem evangelischen Pfarrer in spe wurde de facto ein Wissenschaftler, ein Übersetzer und ein Schriftsteller. Nach der Jugend in der Lüneburger Heide und an der holländischen Grenze (Band 1) stehen nun die Studienjahre an: Der Weg nach Ostasien beginnt Form anzunehmen.
