2018 ist „Schicht im Schacht“. Dann schließen in Bottrop und Ibbenbüren die letzten deutschen Steinkohlenbergwerke. Damit endet eine Epoche, in der die Kohle die Geschichte Europas maßgeblich bestimmt hat. Diesen Abschied nehmen das Essener Ruhr Museum und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum zum Anlass, die europäische Geschichte der Kohle im Industriezeitalter noch einmal Revue passieren zu lassen. Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung veranschaulicht die Entstehung der Kohle, den Bergbau, die Welt unter Tage, die energetischen, stofflichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dimensionen der Kohle und schließlich die politischen und ökologischen Auswirkungen bis hin zum aktuellen Strukturwandel.
Franz-Josef Brüggemeier Bücher






Heutige Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 1000 n. Chr. auf der Erde 200 bis 300 Millionen Menschen gelebt haben. Wie haben diese Menschen vor 1000 Jahren ihre Situation erlebt? Dieses Buch wirft einen Blick zurück - in das Herz und das Bewusstsein der Menschen zur Zeit der ersten Jahrtausendwende der europäisch-christlichen Zeitvorstellung. Die meisten Völker dieser Zeit besaßen andere Kalender, alle standen aber letztlich vor den gleichen Fragen. Wovor hatten die Menschen Angst, auf welche Zukunft hofften sie? Wie sprachen sie über Not und Glück, Liebe und Leid, Krieg und Gewalt? Welche Traditionen prägten ihr Leben, wie erfuhren sie Recht, wie gingen sie mit den Grenzen des Lebens und ihrer Welt um? Wie begegneten sie sich und was wussten sie voneinander?§Eine Epoche, reich an Kultur, gewinnt ein lebendiges, menschliches Gesicht. Sie war geprägt durch viele eigenständige, oft hoch entwickelte Kulturen in China, Indien, Südostasien, Byzanz, der islamischen Welt, in Europa, Me soamerika und Afrika. Von ihnen stammen die aussagekräftigen Zeugnisse einer Zeit, die ganz anders war als unsere heutige Welt, ihr zugleich aber erstaunlich ähnelte.
Tschernobyl, 26. April 1986 - die ökologische Herausforderung
- 312 Seiten
- 11 Lesestunden
Am 26. April 1986 ereignet sich im Kernkraftwerk von Tschernobyl eine Reaktorkatastrophe, bei der große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt werden. In der Sowjetunion und den betroffenen Nachbarstaaten wird das Ausmaß des GAU lange heruntergespielt. Heute ist jedoch klar, dass Tschernobyl der schwerste Zwischenfall in der zivilen Nutzung von Atomkraft war. Franz Josef Brüggemeier nutzt dieses historische Datum, um auf das Erwachen eines ökologischen Bewusstseins hinzuweisen und die Herausforderungen des wirtschaftlichen Umgangs mit der Natur zu thematisieren. Zentrale Themen sind die Umweltzerstörung infolge der Industrialisierung, das Umdenken seit den Berichten des „Club of Rome“ in den 1970er Jahren sowie die Entstehung und Geschichte der Umweltbewegungen. Franz-Josef Brüggemeier, geboren 1951, war von 1995 bis 1998 Professor für Technik- und Umweltgeschichte in Hannover und ist seitdem Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Freiburg. Das Werk ist Teil der Reihe „20 Tage im 20. Jahrhundert“, die anhand von 20 ausgewählten Tagen die Geschichte des letzten Jahrhunderts beleuchtet. Diese Ereignisse dienen als Ausgangspunkt für eine umfassende Darstellung der internationalen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts.
