Georg Baselitz ist bekannt für seine tiefgründige expressive Malerei und seine einzigartige Neugestaltung der menschlichen Figur. Seine Werke zeichnen sich durch kräftige Farben, dynamische Pinselstriche und eine radikale Auseinandersetzung mit der Perspektive aus, wobei er seine Motive oft kopfüber darstellt. Diese bewusste künstlerische Entscheidung zwingt den Betrachter, seine übliche Wahrnehmung eines Bildes zu überdenken und sich auf die Form und den Inhalt zu konzentrieren, anstatt auf die sofortige Erkennbarkeit. Baselitz' Kunst ist tief in der Nachkriegsgesellschaft Deutschlands verwurzelt und spiegelt sowohl persönliche Erfahrungen als auch breitere kulturelle und historische Umwälzungen wider.
Beeindruckende Werke weltberühmter Künstler vorgestellt in einer einzigartigen Bildbandreihe in handlichem Format. Auf jeder Doppelseite wird ein bedeutendes Kunstwerk gezeigt; informative und verständliche Texte berichten über Entstehung und Bedeutung. Eingangs beschreibt jeder Band anschaulich das Leben und Werk der Künstler sowie ihre Epoche. Ein wunderbarer Begleiter für alle, die auf einfache Art in die Welt der Kunst eintauchen wollen.
Georg Baselitz gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit, der auch international hoch geschätzt wird. Er ist bekannt für sein expressives und provokantes Werk, das jedoch auf herausfordernden konzeptuellen Überlegungen basiert, die man durch die Schriften und eigenen Aussagen des Künstlers am besten versteht. Neben seinen Formulierungen einer höchst individuellen Ästhetik bilden Baselitz’ Reflexionen über Kunst und Gesellschaft, seine deutsche Identität und die Wechselwirkung zwischen Autobiografie und Geschichte die Basis dieser repräsentativen Schriftenauswahl. Der Band vereint zwei verschiedene Texttypen: Zum einen Baselitz’ eigene Schriften, die Absichtserklärungen beinhalten ebenso wie Fragmente über Einflüsse, Inspirationen und öffentliche Reden. Zum anderen ermöglichen Interviews mit Kritikern und Kunsthistorikern einen direkten Zugang zur Gedankenwelt dieses ungewöhnlichen, kreativen Geistes. Die Interviews schlagen einen weiten Bogen und reichen vom detaillierten Gedankenaustausch über bestimmte Werke bis zu Grundlagendiskussionen über Kunst. Der Leser erhält durch diese Zusammen-schau verschiedenster Texte aus unterschiedlichen Jahrzehnten einen intimen Einblick in die Beziehung des Malers zu seinem Œuvre.
In diesem Buch wird die Motivwelt von "Parsifal" zwischen Wolfram von Eschenbachs Ritterepos und Richard Wagners Oper erkundet. Georg Baselitz' Zeichnungen dienen als Studien für eine Inszenierung und inspirieren Alexander Kluges Geschichten, die mittelalterliche Elemente in die Gegenwart übertragen. Tristan Marquardt schließt mit einem Text über die sprachliche Metamorphose.
Georg Baselitz im Dialog mit den Alten Meistern: Das Kunsthistorische Museum Wien hat den Maler und Bildhauer zu einem visuellen Gespräch eingeladen. Er selbst traf die Auswahl der Werke, wobei er sich ausschließlich auf den Akt, auf die nackte Figur konzentriert hat. Um diesen menschlichen Elementarzustand - seit jeher zentrales Thema der europäischen Kunst - kreisen Ausstellung und Katalog. Seit seinem Frühwerk arbeitet Georg Baselitz mit einem ausgeprägten kunstgeschichtlichen Bewusstsein, beeindruckt vor allem vom Manierismus und dessen Regelverstößen. In der hier vorgestellten Begegnung der Werke von Georg Baselitz mit historischen Bildern idealschöner Figuren des Kunsthistorischen Museums ergeben sich spannende Einsichten in die Geschichte der Aktmalerei sowie in die Aktualität von Malerei selbst. Der Künstler wirft so grundsätzliche, uns alle betreffende Fragen auf und öffnet in den Begegnungen der Werke einen herausfordernden Erfahrungsraum.
Georg Baselitz beschäftigt sich wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation mit der deutschen Geschichte, stark beeinflusst von seiner eigenen Biografie. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen zwei Schlüsselwerke, die Baselitz kurz vor und nach der Wende geschaffen hat: Im Sommer ’89 vollendet er die 20-teilige Arbeit ›’45‹, wenige Wochen vor dem Mauerfall. Dieses Motiv findet seinen Gegenpart in der 13-teiligen Serie der ›Dresdner Frauen‹, die hauptsächlich 1990 entstanden ist. Die Auswahl wird durch Werke ergänzt, die Bezug zu Baselitz’ sächsischer Heimat und seinen künstlerischen Vorbildern nehmen. Die Ausstellung GEORG BASELITZ. DRESDNER FRAUEN findet in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, vom 10. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 statt. Eine weitere Ausstellung, 50 JAHRE MALEREI & 30 JAHRE SKULPTUREN, wird im Museum Frieder Burda und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden vom 21. November 2009 bis 14. März 2010 gezeigt. Baselitz, geboren 1938 als Hans Georg Kern in Deutschbaselitz, wechselte 1957 von der Kunst-Akademie in Ost-Berlin zur Hochschule der Bildenden Künste in West-Berlin. Heute zählt er zu den international gefeierten Kunststars Deutschlands, seine Werke sind in nahezu allen bedeutenden Sammlungen vertreten, und große Museen widmen ihm regelmäßig Ausstellungen.