Zu allen Zeiten haben Philosophen und Künstler Definitionen des Schönen gesucht. Das Hässliche dagegen ist meist nur als Gegensatz zum Schönen verstanden worden, fast nie wurde es für sich selbst betrachtet. Umberto Eco hat nun in seiner Geschichte der Häßlichkeit ein wunderbares Panoptikum versammelt: von Hölle und Teufel zu Monstern und Märtyrern, von den Hexen zu den Satanisten, vom Grotesken zur Obszönität, von der Apokalypse bis zum modernen Kitsch. Ein phänomenales Buch, das mit einem überwältigenden Reichtum an Abbildungen und Textstellen die faszinierende Nachtseite jener Schönheit zeigt, in welcher sich die abendländische Kultur so gerne sonnt.
Umberto Eco Bücher
Umberto Ecos brillante Fiktion ist bekannt für ihren spielerischen Umgang mit Sprache und Symbolen, ihre erstaunliche Fülle von Anspielungen und Referenzen sowie ihren cleveren Einsatz von Rätseln und erzählerischen Erfindungen. Seine scharfsinnigen Essays über moderne Kultur sind voller erfreulichem Humor und Ironie. Seine Ideen zu Semiotik, Interpretation und Ästhetik haben ihm den Ruf als einer der führenden Denker der akademischen Welt eingebracht.







Der ewige Faschismus
- 80 Seiten
- 3 Lesestunden
„Eco zeigt, was für ein riesiger Fehler es ist, Faschismus als ausschließlich historisches Phänomen zu begreifen.“ Roberto Saviano zum Buch Faschismus und Totalitarismus, Integration und Intoleranz, Migration und Europa, Identität, das Eigene und das Fremde – die zentralen Begriffe in Umberto Ecos fünf Essays könnten kaum aktueller sein. Gerade in ihrer zeitlichen Distanz zeigt sich die Stärke von Ecos Gedanken: Losgelöst vom tagesaktuellen Geschehen, scheinen in ihnen die überzeitlichen Strukturen auf, die unserem Denken und Handeln zugrunde liegen. Präzise, wortgewandt und gespickt mit persönlichen Erinnerungen rufen seine Texte die komplexe Geschichte der Herausforderungen wach, vor denen wir heute stehen.
Umberto Ecos reich illustriertes Buch zur großen Louvre-Ausstellung „Die unendliche Liste“. Anhand der abendländischen Kunstgeschichte und Literatur zeigt der bekannteste zeitgenössische Kulturtheoretiker aus Italien, wie die Geschichte der westlichen Kultur von der Vorliebe für Sammlungen geprägt ist: ob in Tierbüchern, überirdischen Engels- und höllischen Teufelsregistern oder Natursammlungen, ob in Homer und Joyce, in der Kunst von Bosch oder in Borges' Bibliothek von Babel. Eco analysiert, wie sich die Vorstellung von Katalogen gewandelt hat und wie diese, von einem Jahrhundert zum nächsten, den Zeitgeist auszudrücken vermögen.
Eine schmunzelnde Hommage an die Gutenberg-Galaxie, die alle Leser entzücken wird, die das Buch als Gegenstand lieben. Und womöglich bei den Besitzern von E-Books einige Nostalgie wachruft. 'Was an diesem Buch gefällt, ist die Gelassenheit, mit der sich die beiden alten Bücherfreunde über das Vergnügen und Laster der Bibliophilie austauschen.' Süddeutsche Zeitung 'Am Ende weiß man auch nicht zu sagen, warum man es vor allem gelesen hat - wegen seiner luziden Gedanken oder aus Freude am Lesen, die es entfacht.' Die Welt
Was ist schön? Jeder glaubt das zu wissen, und dennoch hat sich die Vorstellung davon, was das Schöne sei, immer wieder verändert. Umberto Eco lässt diese Ideen im Wandel der Zeiten und der Kunst sichtbar werden. Er entwirft ein grandioses Panorama von der Antike bis in die Gegenwart und bezieht alle künstlerischen Ausdrucksformen bis hin zu Industriedesign, Film und Popkultur mit ein. Zahlreiche ausgewählte Texte aus Literatur und Philosophie sowie Zeugnisse von Künstlern begleiten Ecos Wanderung und liefern den »Originalton« aus der Zeit. So entstand eine beeindruckende und unterhaltsame Einführung in die Kunst der Menschheitsgeschichte.
Die Suche nach der vollkommenen Sprache
- 388 Seiten
- 14 Lesestunden
Zu allen Zeiten träumen die Menschen den Traum von der Wiedererkennung der vollkommenen Sprache. Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach. Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von der Geheimsprache der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie etwa Esperanto oder Formen der Kommunikation mit Außerirdischen führt die Suche durch ein jartausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres und Geniales folgt. Der Semiotiker Eco greift die Thematik der Sprache aus seinem Roman \"Das Foucaultsche Pendel\" auf und behandelt unter dem Aspekt der Bemühung um eine vollkommene bzw. universale Sprache ein umfangreiches Kapitel europäischer Kulturgeschichte...
»Er war der Rockstar unter den Intellektuellen.« Nils Minkmar in ›DER SPIEGEL‹ Globalisierung, Klimawandel, Mythologie und Popkultur – als Intellektueller von Weltruf verfügte Umberto Eco über eine einzigartige geistige Spannweite. Sprachlich brillant und mit intelligentem Witz stellt er dies in den hier versammelten Texten unter Beweis, die eine Blaupause seines Lebenswerks darstellen. Streifzüge durch Literatur, Sprache, Kunst und Philosophie verschmelzen mit messerscharfen Beobachtungen zu Politik und Zeitgeschehen. Spielerisch präsentiert, üppig illustriert und vonungebrochener Aktualität.
Im Labyrinth der Vernunft
- 479 Seiten
- 17 Lesestunden
Signor Sigma hat Bauchweh und muss auf dem Weg zum Arzt an der Ampel warten, den Fahrplan lesen und schließlich die Diagnose einer Trinkerleber erhalten. Diese Erzählung verdeutlicht, dass unsere Lebenswelt ein Reich der Zeichen ist, das wir nur verstehen können, wenn wir lernen, sie zu deuten. Der Ausflug in die semiotische Gelehrsamkeit beginnt mit Herrn Sigma und dem Eco-Reader, der uns in die komplexe Welt von Umberto Eco einführt. Der Titel des Sammelbandes verweist auf die zentrale Bedeutung des Labyrinths in Ecos Denken, besonders in seinem Bestseller, wo die Bibliothek als Metapher für die enzyklopädische Totalität unserer Kultur dient. Alles Kulturelle wird als Kommunikationsprozess verstanden, der die Produktion und Interpretation von Zeichen umfasst. Diese Grundidee der Semiotik zieht sich durch die Sammlung, die Themen wie Massen- und Medienkultur, Kunsttheorie und die Schnittstelle von Erkenntnistheorie und Zeichenlehre behandelt. Eco präsentiert sein Wissen anschaulich und spannend, und obwohl die semiotische Vernunft heute etwas altmodisch erscheinen mag, bleibt die Erkenntnis bestehen, dass Zeichen erst im Gebrauch Bedeutung erlangen. Es geht nicht um die Rose, sondern um den Namen der Rose.
Lector in fabula
- 317 Seiten
- 12 Lesestunden
Das literarische Kunstwerk, so lautet die These, die Umberto Eco in seinem materialreichen Buch darlegt, öffnet sich dem Leser zum Dialog, bezieht ihn in den Text ein und macht ihn zum Teil desselben. Diese Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit des Lesers ist im Text schon angelegt und durch den Autor bestimmt.
Apokalyptiker und Integrierte
- 312 Seiten
- 11 Lesestunden



