Jugend ohne Sinn?
Eine Spurensuche zu Sinnfragen der jungen Generation 1945–1949
- 492 Seiten
- 18 Lesestunden
Man könnte denken, dass für „die Jugend“ ein großes Bedürfnis nach Sinn und Trost, nach Religion und „Religioiden“ (Simmel) bestand, insbesondere in den frühen Nachkriegsjahren. Aber war das wirklich der Fall? Die junge Generation hatte insbesondere mit einer beispiellosen „transzendentalen Heimatlosigkeit“ (G. Lukacs) zu kämpfen. Wie ging sie mit der Frage der Schuld um? Fiel sie zurück auf das, was in Literatur, Philosophie und Theologie längst „bewährt“ war? Konnten die gemeinschaftlichen Prozesse der historischen Jugendbewegung mit ihrer Semantik noch einen Raum für das Bedürfnis nach ideologischer Zugehörigkeit bieten? Übernahm die Jugend den Charakter eines besonderen Milieus, um sich von den Verantwortlichen für die Katastrophe abzugrenzen? Dieser Band beschäftigt sich mit diesen und weiteren Fragen.



