Im Gespräch über die Zeichnungen der Alten Meister rückt die Düsseldorfer Akademie-Sammlung neben dem Louvre und Windsor Castle in den Fokus. Die im Museum Kunstpalast bewahrten Schätze bieten nicht nur Zugang zur kunsthistorischen Forschung, sondern dienen auch als lebendiges Zeugnis eines einflussreichen Zeitalters, das für unser heutiges Geschichts- und Kulturbewusstsein von großer Bedeutung ist. Diese Epoche, die in Italien des 15. und 16. Jahrhunderts begann, brachte Künstler wie Perugino, Raffael, Michelangelo, Veronese, Barocci und Vasari hervor, die zur Schaffung einer europäischen Identität beitrugen. Das Museum Kunstpalast widmet sich in diesem Bestandskatalog erneut bedeutenden, identitätsstiftenden Werken, die ihm vom Land Nordrhein-Westfalen anvertraut wurden. Mit der Neuen Reihe wissenschaftlicher Bestandskataloge revitalisiert das Museum die seit Jahrzehnten bestehenden Verbindungen zur Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und pflegt diese im Rahmen ausgewogener Vereinbarungen mit zukunftsweisender Bedeutung. Während der erste Band die ausgestellten Werke dokumentiert, wird im zweiten Band das gesamte ausgewählte Sammlungssegment präsentiert.
Sonja Brink Bücher



In una maniera propria
- 152 Seiten
- 6 Lesestunden
Noch heute können die Fresken und Altarbilder des Baglione in den zahlreichen Kirchen Roms, in San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore, Santa Cecilia in Trastevere u. a. bewundert werden. Und die internationalen Museen schmücken sich mit dem facettenreichen Werk des Malers, der das römische Kunstgeschehen auf der Schwelle zum Frühbarock so eigenständig repräsentiert. Im vorliegenden Band werden über vierzig Zeichnungen Bagliones aus der Sammlung der Kunstakademie ausführlich besprochen und – so möglich – in ihren ursprünglichen Werkzusammenhang gestellt. Ein einleitender Essay gibt Aufschluss über das Werk des römischen Künstlers, der von der Kunstgeschichte lange Zeit vorwiegend in seiner Eigenschaft als Autor der noch heute wertvollen Künstlerviten 'Le Vite de’ Pittori, Scultori ed Architetti' (1642) erinnert wird – neben seiner Rolle als Rivale seines ungleich berühmteren Zeitgenossen Caravaggio.