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Ulrich Pohlmann

    Stefan Moses
    Eine neue Kunst? Eine andere Natur!
    Zwischen Biedermeier und Gründerzeit
    Taormina
    Nude Visions. 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie
    Kultur Technik und Kommerz. Die photokina-Bilderschauen 1950-1980
    • Die Publikation beleuchtet die Aktfotografie mit 220 Originalaufnahmen von 1845 bis 2005 aus dem Münchner Stadtmuseum. Sechs Kapitel erforschen die Kulturgeschichte des Aktes, von klassischen Epochen über symbolistische Kunst bis hin zu surrealistischen Experimenten und der Darstellung des Männerakts in der homophilen Emanzipation.

      Nude Visions. 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie
    • Taormina

      Photographien von Wilhelm von Gloeden

      Wilhelm von Gloeden (1856–1931) war ein deutscher Photograph, der hauptsächlich auf Sizilien arbeitete. Er entstammte einem preußischen Adelsgeschlecht und hatte sich zur Heilung eines Lungenleidens in Taormina niedergelassen. Bekannt wurde er durch seine „lebenden Bilder“, in denen er nach klassischen Motiven Aktphotographien von Knaben und jungen Männern inszenierte. Ulrich Pohlmann, Photo- und Kunstkritiker aus München, legt mit seiner ersten wissenschaftlichen Gloeden-Monographie eine detaillierte Erforschung des gesamten Werkes vor. Neben den Klassikern der homoerotischen Photographie kommen dabei auch Gloedens Aufnahmen von Taormina im späten 19. Jahrhundert sowie von Trachten der damaligen Dorfbewohner in den Blick. Auch die Wirkung und der Einfluss seiner Bilder auf Sammler, andere Photographen und die zeitgenössische Kunstwelt werden vor dem Hintergrund der Epoche des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts untersucht. Das Buch von Ulrich Pohlmann wird damit zu einem unentbehrlichen Beitrag zur Geschichte der frühen erotischen Photographie.

      Taormina
    • Die Photosammlung von Dietmar Siegert umfasst ein beeindruckendes Spektrum an Stadt- und Landschaftsbildern, Architekturaufnahmen historischer Denkmäler und Portraits deutscher Persönlichkeiten. Sie zeigt den Zustand Deutschlands vor der Einigung von 1871, als das Land aus politisch eigenständigen Regionen wie den Hansestädten, dem Rheinland mit Köln, dem Großraum Berlin und anderen bedeutenden Städten bestand. Ab 1871 dokumentieren die Bilder die Veränderungen durch die Industrialisierung und den Aufstieg der Städte, mit triumphalen Siegesfeiern, Denkmälern und öffentlichen Bauten. Die Sammlung enthält auch eindrucksvolle Naturstudien und Aufnahmen von Schauplätzen der deutschen Einigungskriege sowie von neuen Infrastrukturen wie Hauptbahnhöfen und Eisenbahnbrücken in zuvor unberührter Natur. Aus dem umfangreichen Bestand von rund 8000 Bildern hat das Münchner Stadtmuseum eine Auswahl getroffen, die zu einer Zeitreise in ein unruhiges und folgenschweres Kapitel der deutschen Geschichte einlädt, geprägt von einer tiefen Photobegeisterung.

      Zwischen Biedermeier und Gründerzeit
    • Werke der Stilrichtungen Neue Sachlichkeit und Neues Sehen und somit der bildenden Kunst und der Fotografie aus der Zeit zwischen den Weltkriegen werden erstmals in unmittelbare Beziehung zueinander gesetzt. Lebendig wird dabei eine kurze Epoche voller Innovationen, die zugleich Vorbote des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus ist. Nach 1918 etablierte sich in der Malerei mit der Neuen Sachlichkeit und in der Fotografie mit dem Neuen Sehen eine moderne Stilrichtung, die eine realistisch-veristische Wiedergabe anstrebte. Anhand zentraler Genres wie Porträt, Stadtansicht und Stillleben treten die Wechselbeziehungen zwischen den beiden Medien zutage. Dabei spannt sich der Bogen bis zur Architektur und Bedeutung des Neuen Bauens. Künstlerische Darstellungen von Industrie und Technik sowie die politische Fotomontage veranschaulichen gesellschaftliche Entwicklungen. In hochkarätigen Bildern und Texten ausgewiesener Experten ersteht eine turbulente Epoche wieder, in der sich die Spannungen verdichteten. Mit Werken von Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Otto Dix, Hugo Erfurth, Carl Grossberg, Florence Henri, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Germaine Krull, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Walter Peterhans, Max Radler, August Sander, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Sasha Stone, Umbo u. a.

      Bucerius Kunst Forum: Welt im Umbruch