„Autoren und Verlag ist mit diesem Chemie- und Umweltbuch ein großer Wurf gelungen!“ (ekz-Informationsdienst, 1990) Diese Einschätzung teilen wir und unsere Leser, weshalb nun die vierte Auflage dieses beliebten Lehrbuchs vorliegt. Sie berücksichtigt aktuelle gesetzliche Entwicklungen wie die neue Sommersmog-Verordnung, neue Verfahren der Müllverbrennung und die aktuelle Schadstoffbelastung. Mit zahlreichen neuen Graphiken, zusätzlichen Tabellen sowie einem ausführlichen Literatur- und Sachwortverzeichnis ist diese Ausgabe ein unverzichtbares Lehr- und Nachschlagewerk. Zu Beginn stellen die Autoren ihre These der Schadstoffvermeidung vor der Wiederverwertung und Entsorgung vor. Darauf basierend entwickeln sie die wissenschaftlichen Grundlagen zu zentralen Themen wie der Belastung der Erdatmosphäre, Waldschäden und der Verschmutzung von Wasser. Zudem werden Abfallentsorgung, Abwasserreinigung, der Chemieeinsatz in der Landwirtschaft und die Umweltverträglichkeit von Schwermetallen, Waschmitteln und Düngemitteln behandelt. Bei allen Problemstellungen diskutieren die Autoren die notwendigen technischen und gesellschaftspolitischen Maßnahmen, gestützt auf gemessene Auswirkungen und prognostische Effekte. Rezensionen heben hervor, dass das Buch Grundwissen vermittelt und das Problembewusstsein für Chemie und Umwelt schärft, was es als Lehr- und Nachschlagewerk sehr empfehlenswert macht.
Andreas Heintz Bücher


Chemie und Umwelt
Ein Studienbuch für Chemiker, Physiker, Biologen und Geologen - 3., neubearbeitete Auflage
- 282 Seiten
- 10 Lesestunden
Die zunehmende Belastung der Erdoberfläche und der Luft durch Umweltchemikalien sowie die damit verbundene Gefährdung des Lebens sind unbestrittene Tatsachen. Einigkeit besteht darüber, dass der steigende Energieverbrauch einer wachsenden Weltbevölkerung und die ungebremste Konsumgüterproduktion der westlichen Industrienationen, die auch auf osteuropäische und Schwellenländer übergreift, die Ursachen dieser bedrohlichen Umweltbelastung sind. Trotz dieser Erkenntnis hat das Verhalten der Menschen bisher kaum zu wirksamen Konsequenzen geführt, die dieser selbst verursachten Bedrohung Einhalt gebieten könnten. Diese Inkonsequenz ist selbstmörderisch. Die vorausschauende Vernunft des Menschen scheint an Grenzen zu stoßen, wenn es um die Erhaltung der eigenen Art geht. Ein ähnliches Phänomen zeigt sich in den anhaltenden bewaffneten Konflikten und der weltweiten Präsenz von Vernichtungswaffen, obwohl nahezu jeder Mensch Frieden anstrebt. Dieses Problem wird nicht im Detail behandelt, weist jedoch darauf hin, dass das Thema „Chemie und Umwelt“ in einem größeren Kontext betrachtet und verstanden werden sollte.