Selten ging es in früheren Jahrhunderten um die Aberkennung von wissenschaftlichen Titeln, wenn sich die Frage nach der Echtheit eines Textes stellte. Vielmehr scheinen Fälscher und deren Kritiker eine Art intellektuelles Versteckspiel getrieben zu haben ... Anthony Grafton hat eine höchst unterhaltsame Geschichte der Fälscher und ihrer Entlarver geschrieben. Anhand von Texten aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert bis zur Neuzeit untersucht er das Wie und Warum von Fälschungen. Denn so wie die Motive einer Fälschung Karriere, Geldgier, Sucht nach wissenschaftlicher Anerkennung die Wahl der Mittel bestimmen, so bestimmen auch den Kritiker ähnliche Motive er will ebenfalls Anerkennung, Geld, Karriere. Und trotzdem dienen beide den höheren Zielen der Wissenschaft. Der Entlarver ist ohne den Fälscher nicht denkbar, und je raffinierter der Fälscher vorgeht, umso mehr muss der Kritiker sein Instrumentarium verfeinern. Eine Studie über die historische Plagiatskunst.
Anthony Grafton Bücher
Anthony Grafton ist ein herausragender Historiker des frühneuzeitlichen Europas, berühmt für seine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der intellektuellen und kulturellen Geschichte der Epoche. Seine Arbeit untersucht akribisch die Methoden, mit denen Wissen von Gelehrten und Künstlern geschaffen, geteilt und umgestaltet wurde. Graftons charakteristischer Stil erforscht oft die übersehenen Details und Randbemerkungen in historischen Texten, um größere intellektuelle Strömungen aufzudecken. Seine Arbeit liefert wesentliche Einblicke in die Entwicklung von Ideen und die komplexe Natur der frühneuzeitlichen Welt und bietet ein entscheidendes Verständnis für die Wurzeln des zeitgenössischen Denkens.






Cardanos Kosmos
- 414 Seiten
- 15 Lesestunden
Fälscher und Kritiker
- 104 Seiten
- 4 Lesestunden
Die tragischen Ursprünge der deutschen Fußnote
- 228 Seiten
- 8 Lesestunden
The Art of Discovery
- 328 Seiten
- 12 Lesestunden
What Was History?
- 319 Seiten
- 12 Lesestunden
Elegant and accessible, this book is a powerful and imaginative exploration of themes in the history of European ideas.
Renowned historian Anthony Grafton invites us to see the scholars of early modern Europe as laborers. Bookish but hardly divorced from physical tasks, they were artisans of script and print. Drawing new connections between text and craft, publishing and intellectual history, Grafton shows that the life of the mind depends on the work of the hands.
Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker
- 654 Seiten
- 23 Lesestunden
Als erster großer Versuch einer Begründung der Kultur- und Sozialwissenschaften zählt die »Scienza nuova«, das Hauptwerk des italienischen Philosophen, Historiographen und Juristen Giambattista Vico (1668-1744) zu den epochal herausragenden Texten der Neuzeit. Hier fi nden sich bereits zahlreiche Entdeckungen der späteren Geschichtswissenschaft und Philologie; Schwerpunkte liegen in der Ausformung der Rechtstheorie, der Sprachphilosophie und der Ästhetik. Seine große Wirkung auf den Diskurs des europäischen Denkens entfaltete das 1725 publizierte Werk allerdings erst ab 1827, nach Erscheinen der von Michelet vorgelegten französischen Übersetzung. Die vorliegende Sonderausgabe auf der Grundlage der 1990 erschienenen kommentierten Studienausgabe in der PhB bietet den vollständigen Text nach der dritten Ausgabe von 1744 in deutscher Übersetzung.
Magus
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
"Anthony Grafton explores the art and influence of an opaque historical figure: the magus, or learned magician. A distinctive intellectual type in Renaissance Europe, magi contributed to the humanistic currents of the time and had a transformative impact on public life, influencing advances in sculpture, painting, engineering, and other fields."--
Inky Fingers: The Making of Books in Early Modern Europe
- 352 Seiten
- 13 Lesestunden
The author of The Footnote reflects on scribes, scholars, and the work of publishing during the golden age of the book.From Francis Bacon to Barack Obama, thinkers and political leaders have denounced humanists as obsessively bookish and allergic to labor. In this celebration of bookmaking in all its messy and intricate detail, renowned historian Anthony Grafton invites us to see the scholars of early modern Europe as diligent workers. Meticulously illuminating the physical and mental labors that fostered the golden age of the book--the compiling of notebooks, copying and correction of texts and proofs, preparation of copy--he shows us how the exertions of scholars shaped influential books, treatises, and forgeries.Inky Fingers ranges widely, tracing the transformation of humanistic approaches to texts in the seventeenth and eighteenth centuries and examining the simultaneously sustaining and constraining effects of theological polemics on sixteenth-century scholars. Grafton draws new connections between humanistic traditions and intellectual innovations, textual learning and craft knowledge, manuscript and print.Above all, Grafton makes clear that the nitty-gritty of bookmaking has had a profound impact on the history of ideas--that the life of the mind depends on the work of the hands.

