Klaus Leisinger und Ingo Pies diskutieren in einem Briefwechsel die Herausforderungen und Möglichkeiten integren Unternehmenshandelns im internationalen Wettbewerb. Sie beleuchten, wie unterschiedliche Perspektiven auf Unternehmensverantwortung und -integrität vereinbart werden können, um Missverständnisse und Kommunikationsdefizite zu überwinden.
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Vor welchen Herausforderungen steht das Projekt der Bioökonomie, wenn man aus einer ordonomischen Perspektive auf das Phänomen eines demokratischen Diskursversagens blickt? Zwei Arten des Diskursversagens sind zu unterscheiden: (a) der Fehl-Alarm und (b) der Fehlende Alarm. Gerade im Hinblick auf bioökonomische Neuerungen müssen wir Governance-Strukturen entwickeln, um uns kollektiv in die Lage zu versetzen, das Falsche zu unterlassen und das Richtige zu tun. Nicht nur technische Innovationen, sondern auch institutionelle und ideative Innovationen sind für den nachhaltigen Erfolg (und die soziale Akzeptanz) der Bioökonomie von entscheidender Bedeutung.
Dieser Text wurde als Beitrag für einen wirtschaftsethischen Blog geschrieben. Er listet sechs bedeutsame Mängel der nationalen und internationalen Klimapolitik auf. Diese Mängel haben zur Folge, dass die bislang ergriffenen Maßnahmen trotz erheblicher Sonderanstrengungen (und Kosten) einen erschreckend geringen Beitrag zur Erreichung des moralischen Ziels leisten, die globalen Treibhausgasemissionen wirksam zu reduzieren. An diesen kritischen Befund schließen sich vier wirtschaftsethische Thesen an, die deutlich machen, dass es in Deutschland nicht an gutem Willen, wohl aber an moralischer Aufklärung mangelt.
Dieser Artikel dokumentiert ein Interview zur Drogenpoltik. Erläutert werden die innen- und außenpolitischen Folgen der Prohibitionspolitik. Im Zentrum steht das Argument, dass Schwarzmärkte keinen Verbraucherschutz gewährleisten.
Dieser Text ist die schriftliche Grundlage für die von Ingo Pies am 14. April 2016 in Berlin gehaltene Laudatio zur Verleihung des Max-Weber-Preises für Wirtschaftsethik in der Kategorie Bachelor-Studienpreis an Janaina Drummond Nauck. Ihre Arbeit trägt den Titel: „Das Gewinnparadox in der Unternehmensethik: Eine spieltheoretische Analyse“.
Dieser Aufsatz geht aus einer wirtschaftsethischen Perspektive der Frage nach, inwiefern es einen Ressourcenfluch gibt und mit Hilfe welcher institutionellen Vorkehrungen gegenwärtig versucht wird, armen Staaten, die über reiche Rohstoffvorkommen verfügen, eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Die Argumentation gliedert sich gedanklich in 3 Schritte: (a) Ausgehend von Paul Colliers 5-Stufen-Modell wird erläutert, dass die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ein „weakest-link“-Problem darstellt. So wird verständlich, dass die Entwicklungsländer auf äußere Hilfe in Form von New-Governance-Initiativen angewiesen sind. (b) Sodann wird der Kimberley-Prozess als New. Governance-Initiative vorgestellt. Hier zeigen sich deutlich die Schwächen, die bei dem Versuch auftreten können, in trisektoraler Zusammenarbeit von staatlichen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren neue Regelsysteme mit verbesserten Anreizwirkungen ins Werk zu setzen. (c) Abschließend wird anhand der „OECD Guidelines“ sowie anhand zahlreicher weiterer Initiativen gezeigt, wie gegenwärtig versucht wird, ein globalesRegulierungsregime aufzubauen, das auf eine nachhaltige Entwicklung zielt.
Dieser Artikel formuliert aus der Perspektive des ordonomischen Forschungsprogramms vier Thesen zum schulischen Bildungsauftrag
Franz Segbers hat 2015 ein Buch veröffentlicht, das den Titel trägt: „Ökonomie, die dem Leben dient. Die Menschenrechte als Grundlage einer christlichen Wirtschaftsethik“. Ich habe zu diesem Buch mehrere Stellungnahmen verfasst. Auf meine 2015 im ORDO-Jahrbuch (Band 66) erschienene Rezension hat Franz Segbers mit einem Brief reagiert, der hier mit seinem Einverständnis abgedruckt wird (Anhang 1). Ebenfalls abgedruckt wird mein Antwortbrief (Anhang 2), ein zweiter Brief von franz Segbers an mich (Anhang 3) sowie meine anschließende Replik (Anhang 4). Die Publikation dieses Briefwechsels soll unserem gemeinsamen Anliegen dienlich sein, eine konstruktive wirtschaftsethische Debatte zwischen Theologen und Ökonomen zu fördern.