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František Gellner

    19. Juni 1881 – 13. September 1914

    František Gellner war ein tschechischer Dichter und Prosaautor, dessen frühe Werke von Ironie und erotischen Motiven durchdrungen sind, inspiriert vom Stil Heinrich Heines. In späteren Sammlungen, wie 'Joys of Life' und 'New Verses', verlagert sich seine Perspektive von der subjektiven Erfahrung hin zu breiterem gesellschaftlichem Kommentar, wobei er einen lässigen und ironischen Ton beibehält. Seine Poesie zeichnet sich durch einen Rhythmus aus, der an Vaudeville- oder Chanson-Verse erinnert und seinen satirischen sowie existenziellen Themen eine einzigartige Dringlichkeit verleiht. Gellners Stil, der Gesellschaftskritik mit einer ausgeprägten Lässigkeit verbindet, hinterließ unauslöschliche Spuren in der tschechischen Literatur.

    František Gellner
    Miloval jsem - Česká milostná poezie
    Vášeň, co do rána zchladne
    Verše
    Dílo: Svazek 1 (1894-1908)
    Teplo zhaslého plamene
    Básně

    Er besuchte in seiner Geburtsstadt das Gymnasium und studierte seit 1901 in Mladá Boleslav, kurze Zeit in Wien und anschließend an der Bergbauakademie in Příbram, 1905 dann Malerei in München und Paris, wechselte 1909 auf die Kunstakademie in Dresden und ein Jahr darauf besuchte er wieder Paris. Mit Stanislav Kostka Neumann führte er kleinere anarchistische Gruppierungen. Von 1911 an lebte er in Brünn, schrieb für Lidové noviny (Volkszeitung) und nahm am politischen Leben teil. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wurde er einberufen und gilt seit dem 13. September 1914 als verschollen.

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