Gleich einem Wanderer, der einen weiten Weg zurückgelegt hat, hält Berndt Seite inne und blickt von hier aus auf die Welt. Ost und West gehen brüchig ineinander über, Nord und Süd starren auf eine im Wandel begriffene Atmosphäre, ich und du geraten ins Zwiegespräch, genauso wie Mensch und Universum. Eine Landschaft wird sichtbar, in der sich zwischen Zeit- und Luftschichten die Geschichte dessen erzählt, was bleiben mag, wenn wir längst weitergegangen sind.
Berndt Seite Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





Der Wagen
Erzählungen
Zwei Erzählungen, die allen auf der Flucht gewidmet sind und in denen sich Berndt Seite mit dem Übel der Welt, den Schatten der Menschheit bzw. der Menschlichkeit auseinandersetzt. „Jetzt im Alter tauchen die Geschehnisse wieder auf…“, so offenbart sich Berndt Seite dem Leser durch die Erzählfigur Heinrich Grigoleit. Dieser erinnert sich an die Erlebnisse im Frühjahr 1945, als er als Knabe seine Heimat auf der Flucht vor der Roten Armee verlassen musste. Nahezu unerträgliche Grausamkeiten werden in quälender Deutlichkeit vor seinem inneren Auge wieder lebendig und machen deutlich, dass Kriege vor niemendem halt machen, vor Frauen und Mädchen schon gar nicht, und dass damals wie heute der weibliche Körper als Schlachfeld missbraucht wurde und wird.
Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.