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Dorothea Zwirner

    Astrid Klein
    Thomas Schütte - Hrsg: Friedrich Christian Flick Collection
    Thea Sternheim - Chronistin der Moderne
    Deutschlandbilder
    • Thea Sternheim - Chronistin der Moderne

      Biographie

      • 413 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Die erste Biographie von Thea Sternheim, einer herausragenden Frau des 20. Jahrhunderts, erzählt literarisch von ihrem unkonventionellen Leben im Kunst- und Kulturkreis. Oft im Schatten ihres Ehemanns, des Dramatikers Carl Sternheim, hat sie aktiv am Aufbruch der Moderne teilgenommen. Sie war Mitarbeiterin, Muse und Mäzenin, sammelte avantgardistische Kunst von van Gogh bis Picasso und war intellektuelle Freundin zahlreicher Künstler. Zudem war sie Amateurfotografin und vor allem eine wache Chronistin ihrer Epoche. Ihr Jahrhundert-Tagebuch bietet nicht nur Einblicke in ihr eigenständiges Leben, sondern auch ein umfassendes Panorama der ersten zwei Drittel des 20. Jahrhunderts, das die kulturelle Blüte und die politischen Katastrophen dieser Zeit widerspiegelt. Dorothea Zwirner schildert den dramatischen Lebensweg von Thea Sternheim, die in ausführlichen Zitaten zu Wort kommt. Die Biographie besticht durch moralische Gradlinigkeit, ästhetischen Geschmack und politische Hellsichtigkeit. Thea Sternheims Leben ist exemplarisch für ein weibliches Selbstverständnis, geprägt von Anpassung, Aufbegehren, Selbstzweifeln und Sinnsuche. Von 1907 bis 1927 war sie mit Carl Sternheim verheiratet und veröffentlichte neben ihrem Tagebuch auch den Roman „Sackgassen“ und die Erzählung „Anna“.

      Thea Sternheim - Chronistin der Moderne2021
    • Von Anfang an hat Schütte sich quergelegt – sich abseits der Arbeit seiner künstlerischen Lehrer (Gerhard Richter und Fritz Schwegler) gehalten, sich distanziert von den Äußerungen des jeweiligen Zeitgeistes, in zunehmendem Maße eigenen Positionen widersprochen – und ist damit zu einem der einflussreichsten Künstler seiner Generation geworden. Sein Werk bewegt sich vom Text zum Bild, zum Objekt, zum Buch, verspiegelt biographische Momente mit Ereignissen der Zeitgeschichte, oszilliert zwischen dem Anspruch auf öffentliche Wirksamkeit in Architektur und Monument und dem Konjunktiv des Bastlers und Modellbauers, projiziert avantgardistisches Denken auf traditionelle Formen der Kunst. Das Werk besteht aus kulissenartigen Installationen, Architekturmodellen, dreidimensionalen Bildern, figurativen Skulpturen und verschiedenen Materialien, Tagebüchern in Form von umfangreichen Serien von Zeichnungen, Aquarellen und Radierungen. In seiner kenntnisreichen Einführung durchkreuzt Ulrich Loock die verschiedenen Felder im Œuvre von Thomas Schütte und reflektiert die Einzelwerke der Friedrich Christian Flick Collection – von den frühen Westkunstmodellen, „Mohr’s Life", Große Geister, Frauen in Keramik, Stahl und Bronze bis zu zahlreichen Papierarbeiten – im Dialog mit dem Künstler.

      Thomas Schütte - Hrsg: Friedrich Christian Flick Collection2004