Gerhard Meier Bücher






Der schnurgerade Kanal. Roman.
- 108 Seiten
- 4 Lesestunden
Sie haben einst zusammen Hochbau studiert: K., der danach wie Gerhard Meier in einer Fabrik hängen blieb und später Schriftsteller wurde. Isodor A., der als Architekt nach Australien auswanderte. Und Helene W., deren Neigung zu Isodor nicht auf eindeutige Erwiderung stiess und die deshalb auf Medizin umsattelte. Drei Leben und im Dorf ein schnurgerader Kanal.
Vor zwei Jahren, zum neunzigsten Geburtstag des Nestors der Schweizer Autoren Gerhard Meier (1917-2008), erschien dessen Amrainer Tetralogie ›Baur und Bindschädler‹ – eines der bedeutendsten Werke der deutschsprachigen Literatur der letzten fünfzig Jahre – in der Bibliothek Suhrkamp zum ersten Mal komplett in Kassette. Ab September 2009 sind die vier Bände auch einzeln lieferbar. »›Baur und Bindschädler‹, dies opus magnum Meiers, wächst ganz aus dem Gespräch zwischen zwei alten Freunden heraus: ein unaufhörlicher Dialog, der beides umfaßt, den geheimen Einklang und das überbordende Gerede, Reden und Schweigen … Von Stufe zu Stufe, von einer Wiederholung zur anderen findet ein Prozeß der Verinnerlichung und Vergeistigung statt. Was einmal Ereignis war, wird Sprache in der Erzählung Baurs und ist schließlich aufgehoben im Schweigen Bindschädlers.« ›Elsbeth Pulver, Neue Zürcher Zeitung‹
Vor zwei Jahren, zum neunzigsten Geburtstag des Nestors der Schweizer Autoren Gerhard Meier (1917-2008), erschien dessen Amrainer Tetralogie Baur und Bindschädler – eines der bedeutendsten Werke der deutschsprachigen Literatur der letzten fünfzig Jahre – in der Bibliothek Suhrkamp zum ersten Mal komplett in Kassette. Ab September 2009 sind die vier Bände auch einzeln lieferbar. » Baur und Bindschädler , dies opus magnum Meiers, wächst ganz aus dem Gespräch zwischen zwei alten Freunden heraus: ein unaufhörlicher Dialog, der beides umfaßt, den geheimen Einklang und das überbordende Gerede, Reden und Schweigen … Von Stufe zu Stufe, von einer Wiederholung zur anderen findet ein Prozeß der Verinnerlichung und Vergeistigung statt. Was einmal Ereignis war, wird Sprache in der Erzählung Baurs und ist schließlich aufgehoben im Schweigen Bindschädlers.« Elsbeth Pulver, Neue Zürcher Zeitung
Vor zwei Jahren, zum neunzigsten Geburtstag des Nestors der Schweizer Autoren Gerhard Meier (1917-2008), erschien dessen Amrainer Tetralogie »Baur und Bindschädler« – eines der bedeutendsten Werke der deutschsprachigen Literatur der letzten fünfzig Jahre – in der Bibliothek Suhrkamp zum ersten Mal komplett in Kassette. Ab September 2009 sind die vier Bände auch einzeln lieferbar. »Baur und Bindschädler, dies opus magnum Meiers, wächst ganz aus dem Gespräch zwischen zwei alten Freunden heraus: ein unaufhörlicher Dialog, der beides umfaßt, den geheimen Einklang und das überbordende Gerede, Reden und Schweigen … Von Stufe zu Stufe, von einer Wiederholung zur anderen findet ein Prozeß der Verinnerlichung und Vergeistigung statt. Was einmal Ereignis war, wird Sprache in der Erzählung Baurs und ist schließlich aufgehoben im Schweigen Bindschädlers.« ›Elsbeth Pulver, Neue Zürcher Zeitung‹
Gerhard Meier (1917 - 2008) lebte in Niederbipp (Schweiz). Er publizierte seit den sechziger Jahren Gedichte und Prosa, darunter den Roman Der schnurgerade Kanal (1977) und die Prosa-Tetralogie Baur und Bindschädler (1979-1990). Er wurde mit zahlreichen Preisen, u. a. dem Petrarca-Preis, dem Hermann-Hesse-Preis und dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet.
Der Mann aus Mesopotamien
- 300 Seiten
- 11 Lesestunden
»Von heute ab wirst du keinen Wein mehr trinken, kein Fleisch mehr essen und dich keiner Frau mehr nähern, denn die Wahrheit ist eine anspruchsvolle Geliebte, Pattig, sie duldet keine Untreue, deine ganze Ergebenheit darf nur ihr gelten, und ihr, nur ihr gehört jeder Augenblick deines Lebens.« Pattig verläßt seine hochschwangere Frau Mariam, um sich einer Gemeinschaft von Gläubigen anzuschließen. Das Kind, das Mariam erwartete, ist Mani, nach christlicher Zeitrechnung geboren am 14. April 216 in Mesopotamien. Vier Jahre später wird er von seinem Vater in die Sekte der Weißgewandeten eingeführt. »Inmitten dieser Männer ging ich weise und listig meinen Weg«, erinnerte sich Mani, der Begründer des Manichäismus, der mit 24 Jahren die Sekte verläßt, um »durch die Welt einen Ruf ertönen zu lassen«. In Ägypten wird er »der Apostel Jesu«, in China »der Buddha des Lichts« und »seine Hoffnung erblühte an den drei Weltmeeren«. Seine Anhängerschaft wächst ständig, schließlich gerät der Verfechter einer liberalen Religion in die Schlingen der politisch Mächtigen, wird inhaftiert und stirbt am 2. März 274. »Dieses Buch ist Mani gewidmet. Es sollte sein Leben erzählen. Beziehungsweise das, was nach so vielen Jahrhunderten der Lüge und des Vergessens noch davon zu erahnen ist«, schreibt Amin Maalouf über seine abenteuerliche Biographie über den »Mann aus Mesopotamien«.
Ein aufstrebender Journalist reist aus Istanbul in seine Heimat an die türkisch-syrische Grenze. Dort sucht er nach Spuren eines Freundes und stößt auf die Berichte junger Jesidinnen, die dem IS entkommen konnten. Immer tiefer gerät er in einen Sog aus aktuellen und alten Geschichten, Leidenschaften und Gewalt, der ihn zwingt, seine Herkunft und sein Leben neu zu bewerten. Als Ibrahim, der in Istanbul ein geschäftiges aber gewöhnliches Leben führt, vom Tod seines Jugendfreundes Hüseyin erfährt, kehrt er zum ersten Mal seit vielen Jahren in ihre gemeinsame Heimatstadt Mardin zurück. Auf den Spuren des Freundes erfährt er von dessen geheimnisvoller Verlobten Meleknaz. Fasziniert von den Berichten über die junge Jesidin taucht er ein in die Mythen und Überlieferungen ihrer Kultur und trifft auf eine Gruppe von Frauen, die aus der Gefangenschaft des IS fliehen konnten. Zülfü Livaneli konfrontiert den Leser mit einer emotionalen und hochaktuellen Geschichte nahöstlicher Realität, in der Liebe und Schmerz ineinander übergehen. »Livaneli ist eine unverzichtbare Autorität in der kulturellen und politischen Szene der Türkei.« Orhan Pamuk
Baur und Bindschadler
- 439 Seiten
- 16 Lesestunden
Baur and Bindsch dler, two old friends from their army days, embark on their habitual walk to the town's edge. Baur speaks incessantly, weaving between past and present with a mix of trivial observations and profound insights, while Bindsch dler listens, reflecting on their conversation. This meandering exploration of mortality serves as a gentle complement to the works of contemporaries like Samuel Beckett and Thomas Bernhard, as well as Robert Walser. Their riverside ramble transforms into a metaphysical inquiry, with their thoughts intertwining to the point where distinguishing one from the other becomes challenging. The afterword by Burton Pike highlights the constant presence of nature—the wind, drifting clouds, and autumn leaves—inviting readers to immerse themselves in the characters' contemplations. Over the initial pages, one is drawn into the meticulously crafted world, where wonder is expressed with wit and humor, layered beneath a sense of regret. This subtle novel stands apart from others by conveying not alienation but a deep appreciation for life’s intricacies.



