Functional Programming to Build UIs on Apple Platforms
464 Seiten
17 Lesestunden
Focusing on a declarative approach, this book guides readers in developing UI-heavy applications using SwiftUI, which incorporates enhancements to the Swift language. It emphasizes describing the desired UI appearance rather than coding it imperatively, making the development process easier, faster, and less prone to errors.
Vorhut aus dem Hinterlangd Teil 2 In einem kleinen ehemaligen Ladenlokal in Bremerhaven stellt Jürgen Wesseler seit 1967 kontinuierlich Werke von internationalen Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart aus. Das Besondere an seinem Ausstellungskonzept besteht darin, dass er die Eingeladenen immer wieder davon zu überzeugen vermag, sich künstlerisch auf den nur 35 m² großen Raum mit Schaufenster einzulassen. Die Bremer Weserburg widmet der Geschichte des Kabinetts für Aktuelle Kunst und damit der engagierten kuratorischen und sammlerischen Tätigkeit von Jürgen Wesseler 2012 eine eigene Ausstellung. In einem Rückblick auf die letzten 20 Jahre Kabinettgeschichte werden wichtige Positionen der seit 1992 in Bremerhaven ausgestellten Künstlerinnen und Künstler und andere herausragende Werke aus Privatsammlungen zusammengefasst und in spannende Dialoge miteinander gebracht.
Stephan Baumkötter verfolgt eine Auffassung von Malerei, die ohne einen klaren Bildgegenstand oder ein festgelegtes Thema auskommt. Seine scheinbar monochromen Bilder sind flächig und malerisch angelegt, offenbaren jedoch bei genauerem Hinsehen ihre Komplexität. Durch viele lasierende und deckende Farbschichten entsteht ein Farbkontinuum, das die Vorstellung einer einfarbigen Bildfläche überwindet. Die Übergänge zwischen deckender und lasierender Farbbehandlung sind fließend, und der Betrachter wird durch den Widerstand der Farbe selbst in seiner Wahrnehmung herausgefordert. Die Bilder ermöglichen eine ästhetische Auseinandersetzung, bei der sinnliche Erfahrung und Reflexion zusammenkommen. Ein Standortwechsel offenbart die „Mehrdeutigkeit“ der Werke, die je nach Blickwinkel unterschiedliche Nuancen von Farben zeigen. Obwohl die Bilder für sich stehen könnten, bilden sie bemerkenswerte Korrespondenzen untereinander, die sowohl den Raum als auch die Wahrnehmung des Betrachters beeinflussen. Die vertikale Anordnung der Werke schafft eine körperliche Beziehung, die den Betrachter dazu anregt, Neues zu entdecken. Es sind Anklänge an die Geschichte der Malerei spürbar, doch die Verknüpfungen entstehen im Dialog zwischen Werk und Betrachter. Die Anordnung der Bilder integriert die Architektur des Raumes und lädt dazu ein, die Vielschichtigkeit der Malerei durch längeres Hinsehen und Bewegung im Raum zu erkunden, was tiefere ästhetis
In der Mitte des komplett weißen Raumes platziert Gerda Schlembach einen riesigen Tumulus aus glitzernden Glaspartikeln. Der vordere Raumpfeiler wird dabei einbezogen und zum Teil umschüttet. An der Rückwand des Raumes sieht man ein faszinierendes Video, in dem Schichtungen, Bewegungen und regelrechtes Fließen des glänzenden Materials im Rahmen einer besonderen Choreographie veranschaulicht werden. Glas fasziniert die Künstlerin vor allem durch seine kristalline, transparente, Licht reflektierende und zugleich brüchig-fragile Materialität. Immer geht es ihr dabei um Ambivalenzen des Materials, um Übergänge, mögliche und tatsächliche Veränderungsprozesse, die eingeleitet und veranschaulicht werden. Ein wichtiger Aspekt dabei ist dabei die Zerstörung des splitternden Stoffes durch Fragmentierung und seine Neustrukturierung. Alles das gerät innerhalb dieser minimalistischen Installation im wörtlich zu nehmenden White Cube (weiße Decke, Wände, Boden) zu einem ästhetischen Ereignis besonderer Art. Tagsüber wird der glitzernde Glasberg durch den natürlichen Lichteinfall von außen stimuliert. Abends und nachts kann durch das Schaufenster des Raumes bis 23 Uhr das Video erlebt werden, während der schimmernde Glastumulus durch einen Spot hervorgehoben wird.
Auf den ersten Blick erscheinen die Bilder Achim Bertenburgs als monochrome Flächen mit nebelartigen Strukturen. Bei genauerer Betrachtung entdeckt man jedoch Andeutungen von Formen, Schatten und verschwommenen Konturen, die nie zur Gewissheit werden. Der Pinselduktus und die vieldeutigen Farbgebilde sind die eigentlichen Motive der Bilder. Neben schemenhaften „Entzugserscheinungen” finden sich Linien und Chiffren, die aus spontanen Bewegungen des Pinsels entstanden sind. Bertenburg steht den Kategorien von „Unmittelbarkeit” und „Expressivität” skeptisch gegenüber. Dennoch zeigen einige Bilder Striche und Farbbänder, die sich nur selbst verpflichtet sind und Entsprechungen zur malenden Hand bilden. Diese Elemente wuchern zwischen unscharfen Farbzentren und verbinden die Fokusse des Bildes wie ein Rhizom. Sie dokumentieren den konkreten Einsatz malerischer Mittel und bleiben auch bei längerer Betrachtung in Bewegung. Manchmal werden diese „abstrakten” Elemente Unschärfen unterworfen, und ihre Klarheit scheint sich in Nebel aufzulösen. Ein präzise gesetztes Zeichen kann sich in einen imaginären Raum verflüchtigen. Indem man sich auf die widersprüchlichen Bilderfahrungen einlässt, reflektiert man auch die eigenen Wahrnehmungen. Bertenburg scheint während des Malaktes Gedanken in Pinselstriche zu überführen, ähnlich dem Überdenken eines Gedankens oder Textes. Denken, Sehen, Erinnern, Imaginieren und Malen werden idealerweise eins.