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Gesualdo Bufalino

    15. November 1920 – 14. Juni 1996

    Gesualdo Bufalinos literarisches Schaffen zeichnet sich durch eine tiefgründige Erkundung der menschlichen Psyche und die vergängliche Natur der Existenz aus. Sein Schreiben ist geprägt von einem verfeinerten Stil und einer ironischen Distanz, mit der er das komplexe Zusammenspiel von Realität und Illusion meisterhaft einfängt. Bufalinos Prosa ist von Melancholie und einer Faszination für die Sprache selbst durchdrungen und bietet den Lesern eine einzigartige Perspektive auf die menschliche Verfassung.

    Der Ingenieur von Babel
    Klare Verhältnisse
    Das Pesthaus
    Die Lügen der Nacht
    Klare Verhältnisse
    Museum der Schatten
    • Die Lügen der Nacht

      • 116 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Vier antibourbonische Freiheitskämpfer, als Terroristen zum Tode verurteilt, werden auf eine grimmige Festungsinsel gebracht, wo sie die Nacht vor der für den Morgen angesetzten Hinrichtung in einer Zelle gemeinsam durchwachen. Während draußen das Gerüst für die Guillotine gezimmert wird, erzählen die vier ungleichen Partisanen der Freiheit einander, was sie sich im Angesicht des Todes aus ihrem Leben vor Augen halten wollen, suchen das Muster, das ihrem Leben und Sterben eine verstehbare Bedeutung gäbe.

      Die Lügen der Nacht
      4,0
    • Das Pesthaus

      • 206 Seiten
      • 8 Lesestunden

      In Gesualdo Bufalinos sizilianischer Version von Thomas Manns 'Zauberberg' ist zwar der Tod in jedem Moment gegenwärtig, doch der auf seine Jugend Rückschau haltende Bufalino macht deutlich, daß mit der Todesnähe die Möglichkeit eines bewußteren Lebens einhergeht.

      Das Pesthaus
      3,4
    • Klare Verhältnisse

      Roman

      • 172 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Die Vorstellung, daß der Verlauf der GESCHICHTE, wie Pascal einmal meinte, von der Größe einer Nase abhängen könne, läßt die Historiker für gewöhnlich die Nase rümpfen. Sie haben unrecht.

      Klare Verhältnisse
    • »Ein Schriftteller, der aus Schüchternheit die Gelegenheit zum Sterben versäumt, beschließt in seinem Unglück, ein Glücksbuch zu schreiben. Nach althergebrachter Weise ersucht er die hundert Augen der Erinnerung und Seligkeiten der Jugend um ein Thema. Je weiter aber die Erzählung fortschreitet, sich dabei Märchenschminke auflegend, und je festlicher die Lämpchen funkeln, um so schärfer blast zwischen den Zeilen der schwarze Hauch der Gegenwart hindurch. Es bleibt dem Schriftsteller nichts anderes übrig, als seine Gesundheit auf unbestimmte Zeit zu vertagen, vergnügt, so ihm das Abenteuer bisweilen schmeichlerisch vorgaukelt, dies unwahrscheinliche Leben zu lieben. Von dieser Hypothese ausgehen. Was dann geschieht, wird sich zeigen.«

      Mit blinden Argusaugen oder Die Träume der Erinnerung
    • Die Lügen der Nacht

      Roman

      • 204 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Vier antibourbonische Freiheitskämpfer, als Terroristen zum Tode verurteilt, werden auf eine grimmige Festungsinsel gebracht, wo sie die Nacht vor der für den Morgen angesetzten Hinrichtung in einer Zelle gemeinsam durchwachen. Während draußen das Gerüst für die Guillotine gezimmert wird, erzählen die vier ungleichen Partisanen der Freiheit einander, was sie sich im Angesicht des Todes aus ihrem Leben vor Augen halten wollen, suchen das Muster, das ihrem Leben und Sterben eine verstehbare Bedeutung gäbe.

      Die Lügen der Nacht
    • Tommaso et le photographe aveugle

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Tommaso Mulè, ex-journaliste devenu gardien d'un immeuble inachevé dont il occupe le sous-sol comme le personnage de Dostoïevski, assiste au meurtre de son ami Tirésias, aveugle et photographe, un des paradoxes qui constituent le cœur du livre. Plus encore que l'intrigue - une affaire triviale de mœurs et de corruption - compte dans ce roman le microcosme de l'immeuble, répertoire à la Pérec revu par une misanthropie non dénuée de tendresse. Si Tommaso et le photographe aveugle, paru quelques jours avant la mort de son auteur, ne se déroule pas en Sicile mais aux portes de Rome, Bufalino demeure profondément sicilien : dans un cadre faussement réaliste, il mêle en virtuose énigmes et pastiches pour créer un jeu baroque éblouissant. Le raffinement voluptueux de son écriture contraste en permanence avec le caractère sordide des situations. Souvent proche du rictus mais refusant le cynisme, il livre à son lecteur une détresse vraie et la crainte que la littérature ne soit que drogue face à la folle du monde.

      Tommaso et le photographe aveugle
      5,0