Heiner Schwarzberg Reihenfolge der Bücher



- 2015
- 2011
Durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht
- 295 Seiten
- 11 Lesestunden
Die Arbeit behandelt befüllbare anthropomorphe, meist weibliche Gefäßfigurinen, Gesichtsgefäße, Gesichtsdeckel und vollplastische Figurinen mit applizierten befüllbaren Gefäßen des Neolithikums und der Kupferzeit zwischen dem Vorderen Orient und Mitteleuropa. Diese stammen überwiegend aus Siedlungen und selten aus Gräbern. Die Objekte entstanden in Anatolien und breiteten sich im 6. Jahrtausend bis nach Mitteleuropa aus; im 4. Jahrtausend verschwanden die letzten figuralen Gefäße. Die Formen und Motive weisen auf weitreichende Fernbeziehungen hin, während die Darstellungsweise von realistisch bis reduziert variiert. Die Deutung des Dekors umfasst Symbole, Identitätszeichen und Kleidungsbestandteile. Jüngere anthropomorphe Gefäße lassen sich nicht direkt von den frühen Stücken ableiten, und Deutungen neuerer Funde können nicht auf frühere übertragen werden. Diese Figuralgefäße wurden hauptsächlich im häuslichen Kontext verwendet, jedoch fehlen Reste von Inhalten. Aufgrund der langen Laufzeit und der weiten Verbreitung identischer Sujets handelt es sich nicht um Abbilder realer Personen; teilweise ist der Charakter einer „Maskierung“ deutlich. Die variable Form und Größe deuten auf unterschiedliche Funktionen hin, und die Befüllbarkeit könnte mit Libationen oder Übergangsriten in Verbindung stehen.
- 1998
Magdeburg: fränkisches Kastell – ottonischer Herrschaftsvorort – Ausgangspunkt der Ostexpansion wie des Magdeburger Stadtrechts – Hansestadt. Das vorliegende Buch zeichnet anschaulich die Entwicklung Magdeburgs zu einer der bedeutendsten Städte des Mittelalters anhand der archäologischen Quellen nach. Besonders zwischen 1948 und 1968 fanden, bedingt durch die schweren Zerstörungen in der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg, umfangreiche Ausgrabungen statt. Die wichtigsten Grabungsergebnisse sowie der Forschungsstand der Stadtgeschichte und materiellen Kultur der heutigen Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts werden hier von Heiner Schwarzberg erstmals zusammenfassend dargestellt und kritisch beleuchtet. Der Autor liefert eine Rückschau auf den Forschungsstand zur Besiedlung der Magdeburger Altstadt ab dem frühen Mittelalter und erläutert Tendenzen, Probleme und zukünftige Aufgaben. Unterstützt wird der Text durch Karten, Grundrisse und Zeichnungen von Funden.