Dieser Kunstführer beleuchtet die Stadtkirche und die Friedhofskapelle in Frauenstein. Die Stadtkirche, zwischen 1869 und 1873 erbaut, ist ein Beispiel für die Sakralbaukunst des frühen Kaiserreichs. Die Friedhofskapelle, ursprünglich im 14. Jh. erbaut, überrascht mit bauhistorischen Besonderheiten im Inneren.
Der historische Reiseführer folgt den Spuren, die von den drei ehemaligen DDR-Bezirken Leipzig, Karl-Marx-Stadt und Dresden im heutigen Freistaat Sachsen noch übrig sind. Anhand von baulichen Zeugnissen, aber auch von relevanten Biografien und Ereignissen wird die jüngste Geschichte der Region wieder lebendig. So können sich Interessierte nicht nur mit DDR-Historie vertraut machen, sondern auch vor Ort dem nachspüren, was von vier Jahrzehnten DDRSozialismus in Sachsen bis heute geblieben ist.
20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung reflektieren Wissenschaftler und Zeitzeugen die Grundlagen und Entwicklungen des Freistaates Sachsen, der eng mit der Friedlichen Revolution von 1989/90 verbunden ist. Thematisiert werden Bildung, Politik, Soziales, Wirtschaft, Recht, Landesgeschichte, historische Aufarbeitung, Kunst und Wissenschaft in Sachsen.
Im ersten Teil zur Landesgeschichte beleuchten André Thieme die sächsische Identität, Ulf Morgenstern die Kontinuitäten in der DDR, und Mike Schmeitzner die Spannungen zwischen Demokratie und Diktatur von 1919 bis 1989. Mathias Tullner hinterfragt die Identitätsdebatten, während Michael Richter die Entstehung des Freistaates Sachsen 1990 thematisiert.
Der zweite Teil behandelt Verfassung und Politik. Hans Karl Friedrich von Mangoldt analysiert den Staatsaufbau, Klaus Weber die Verwaltungsreform, und Werner J. Patzelt die Parteienlandschaft nach 1990. Eckhard Jesse thematisiert den Demokratieschutz, während Jonas Flöter die Bildungspolitik und Peter Gutjahr-Löser die Wissenschaftspolitik in Sachsen betrachtet.
Im dritten Teil wird die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung thematisiert. Michael Schäfer beschreibt die wirtschaftlichen Veränderungen, Lutz Schneider die demographische Entwicklung, und Benedikt Dyrlich die Demokratie im Sorbenland. Klaus Fitschen und Konstantin Hermann beleuchten die Rolle von Kirche und Religion.
Der vierte Teil widmet sich der A
Neue Perspektiven auf die sächsische Geschichte 1918 bis 1933
500 Seiten
18 Lesestunden
Über viele Jahrzehnte dominierte in der Geschichtsschreibung die Perspektive, dass die Jahre von 1918 bis 1933 letztlich das Scheitern der Weimarer Republik zeigten. Der Fokus lag auf den Ursachen, die zum Abgleiten Deutschlands in die NS-Diktatur führten, und das Urteil über die Weimarer Republik betonte deren Schwächen, insbesondere die politische Fragilität und die Instabilität der inneren Verhältnisse. Nach einem Jahrhundert hat sich dieses Bild jedoch dank neuer Forschungsergebnisse deutlich gewandelt. Eine Herangehensweise, die die schwierigen Ausgangsbedingungen nach dem verlorenen Krieg und den als erdrückend empfundenen Friedensvertrag berücksichtigt, schafft neue Maßstäbe für die Beurteilung der Prozesse und Ereignisse, die mit dem Aufbau der neuen demokratischen Staatsform einhergingen. Der Begriff des gespaltenen Freistaats hebt einen charakteristischen Grundzug hervor, der sich durch viele Sphären der damaligen Gesellschaft zog. Die in diesem Sammelband vereinten Aufsätze zielen darauf ab, einen neuen Zugang zur Bilanz der ersten zwölf Jahre des sächsischen Freistaates zu eröffnen. Mit repräsentativen Fallstudien aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wird aufgezeigt, wie vielgestaltig und teils widersprüchlich die Entwicklungen in der sächsischen Gesellschaft waren. Das Buch stellt eine qualitativ neue Stufe in der Historiographie über die Weimarer Jahre Sachsens dar und regt vertiefende regionale Stu