Die Untersuchung von Witulski präsentiert eine neue Perspektive auf die Entstehung des vierten Makkabäerbuchs, indem sie dessen Entwicklung in mehreren Phasen beschreibt. Zunächst wurden zwei Lobgesänge über das Martyrium der sieben Brüder und ihrer Mutter sowie Eleazar zu einer exemplarischen Erzählung kombiniert. Diese Erzählung wurde dann durch eine philosophische These ergänzt, die auf schulphilosophischen Traditionen sowie alttestamentlichen und frühjüdischen Quellen basiert. Schließlich wurde der Text an verschiedenen Stellen aktualisiert und vervollständigt.
Thomas Witulski Bücher





"... da ihr ja träge geworden seid an den Ohren"
Zur textpragmatischen Situierung des Hebräerbriefes
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Der Hebräerbrief wird oft als Ermutigung für eine erschöpfte Gemeinde interpretiert, doch Witulski zeigt, dass der Text vielmehr an theologisch Auszubildende gerichtet ist, die sich auf ein katechetisches Amt vorbereiten. Diese Gruppe hat wesentliche Aspekte der christlichen Theologie noch nicht ausreichend verstanden. Der Autor des Hebräerbriefes zielt darauf ab, dieses Defizit zu beheben und die Empfänger zu einem tieferen Verständnis des christlichen Glaubens zu führen.
Die vier apokalyptischen Reiter Apk 6,1-8
Ein Versuch ihrer zeitgeschichtlichen (Neu-)Interpretation
- 212 Seiten
- 8 Lesestunden
RLANT - 222: Paulus und die antike Welt
Beiträge zur zeit- und religionsgeschichtlichen Erforschung des paulinischen Christentums ; [Festgabe für Dietrich-Alex Koch zum 65. Geburtstag]
- 248 Seiten
- 9 Lesestunden
In welchem Verhältnis standen die ersten heidenchristlichen Gemeinden zu ihrer heidnischen Umwelt? »Die Christen waren nicht voll integriert und auch nicht voll integrierbar in die antike Gesellschaft« – so formulierte es vor wenigen Jahren der Münsteraner Neutestamentler Dietrich-Alex Koch, der sich im Rahmen seiner langjährigen Forschungstätigkeit intensiv mit Person und Werk des Apostels Paulus sowie mit dessen Spuren in der antiken Welt auseinandergesetzt hat. Dieser Beobachtung zum Trotz sind die Botschaft des Paulus und das Leben der frühen Christengemeinden nicht ohne das Wissen um deren antike Verankerung – im hellenistischen Judentum sowie in der hellenistisch-römischen Gesellschaft und Kultur – zu verstehen. Anlässlich des 65. Geburtstages von Dietrich-Alex Koch und seiner Verabschiedung aus dem aktiven Hochschuldienst melden sich Schüler und Weggefährten zu Wort, um an einzelnen Beispielen die Grenzen und die Bedeutung religions- und zeitgeschichtlicher Erforschung des Neuen Testaments auszuloten. Abschließend wird die gegenwärtige Bedeutung von Werk und Person des Apostels im schulischen Religionsunterricht reflektiert. Dabei spiegelt die hier vertretene Reichhaltigkeit der Zugänge zugleich auch die Breite der Interessensgebiete des Jubilars wider.