Fluch!
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Zum Zusammenhang von Ethik und Ästhetik im Zeitalter der Aufklärung
Johann Jacob Bodmer entwirft eine lebensweltlich verankerte Ästhetik. Er begründet sie in ethischen Praktiken, die er im Alltag beobachtet und reflektiert.0Eine lebensweltlich verankerte Ästhetik dies ist das groß angelegte Projekt, das Johann Jacob Bodmer in seinen ästhetischen Schriften verfolgt. Dabei leitet er ästhetische Theorien aus ethischen Praktiken ab, die er in allen Bereichen des Alltags beobachtet und reflektiert: Praktiken des Essens, der Körperpflege und der Gestaltung des Umfelds, Praktiken der Bildung, des Lesens, der Literatur- und Kunstkritik, der Gelehrsamkeit und des Glaubens, Praktiken des Einbildens, des Staunens und des Empfindens. Dadurch stellt er die Theorie der unteren Erkenntnisvermögen, die am Anfang des 18. Jahrhunderts auf die Diskursivitätsbegründung der modernen Ästhetik in der Jahrhundertmitte wartet, vom philosophischen Kopf auf die pragmatischen Füße. Die Beiträge loten das Potenzial dieses Zusammenhangs von Ethik und Ästhetik aus und liefern damit eine neue Bewertung der so genannten Heteronomieästhetik. Das methodische Fundament für dieses Unterfangen bildet die soziologische Praxeologie, die dabei hilft, Bodmers Diskurspraktik zu profilieren, in der ethische und ästhetische Begriffe stets in wechselseitiger Abhängigkeit aufeinander bezogen werden
Der Begriff des Symbols ist seit dem 18. Jahrhundert zentral in Ästhetik und Poetik und bildet einen wichtigen Schnittpunkt in der aktuellen Theoriediskussion der Text-, Bild- und Kulturwissenschaften. Symbole sind als sinnliche Zeichen für die kulturelle Aktivität des Menschen in modernen Gesellschaften omnipräsent. Der Band versammelt unter den Schlagworten „Seele“, „Sinn“, „Körper“ und „Kultur“ klassische Texte zum Thema Symbol von der Antike bis zur Gegenwart, darunter Werke von Platon, Kant, Goethe und Eco. Jeder der vier Teile wird durch eine systematische Einführung der Herausgeber ergänzt, wodurch eine wertvolle Sammlung von Basistexten entsteht, die sich ideal als Studienbuch zum Thema Symbol eignet. Die Inhalte umfassen unter anderem Aesthetica von Alexander Gottlieb, die Kritik der Urteilskraft von Immanuel Kant, sowie verschiedene Beiträge zu Symbolik und deren philosophischen und ästhetischen Aspekten. Auch die gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen von Symbolen werden behandelt, was die Relevanz und Vielschichtigkeit des Themas unterstreicht. Diese Zusammenstellung bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und die verschiedenen Perspektiven des Symbolbegriffs in der Philosophie und Kunst.