Im Flecken Bad Zurzach wurden Häuserrenovationen, Umbauten, Abbruch- und Aushubarbeiten in den vergangenen 60 Jahren vom Büro Sennhauser - heute Stiftung für Forschung in Spätantike und Mittelalter - systematisch begleitet und dokumentiert sowie ergänzend die geschichtlichen Hintergründe zu den Bauten aufgearbeitet. Aus diesem «historisch-archäologischen Grundbuch», das im Staatsarchiv Aargau deponiert ist, werden für die vorliegende Publikation 70 vor 1900 entstandene Gebäude exemplarisch vorgestellt (Redaktion Eckart Kühne). Der jüngere Baubestand Bad Zurzachs bis um 1950 wird von Thomas Färber und Dorothee Huber nach einzelnen Siedlungseinheiten zusammenfassend beschrieben und eingeordnet. Ausserdem stellt Luisa Galioto die Ergebnisse der neueren Bodenaufschlüsse durch die Kantonsarchäologie Aargau vor. Aufsätze von Alfred Hidber und Hans Rudolf Sennhauser zu ausgewählten übergreifenden Themen - wie «Der Flecken am Strassenkreuz und seine 'Hafenvorstadt'», «Zurzacher Besonderheiten» und «Namen der Zurzacher Häuser und ihrer Besitzer» - sowie ein Panorama der Strassenfassaden runden das Werk ab.
Luisa Galioto Bücher



Die bauhistorischen und archäologischen Untersuchungen an dem Haus 'Zum roten Basler Stab' begannen im Anschluß an die 'Harmonie'-Grabung im Winter 1990/91 und zogen sich bis zum Abschluss der Rohbauarbeiten 1995 hin. Ziel dieser Untersuchungen war nicht primär wissenschaftliche Forschung oder planvolle Dokumentation des Bestands vor alles zerstörenden Bodeneingriffen, sondern die Befunderhebung als Vorbereitung der Umbauplanung. Aufgrund dieser Untersuchungen konnten wesentliche Teile der Gebäude erhalten bleiben.
Kloster Schuttern
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
Der Sage nach wurde das Kloster Schuttern im Jahr 603 von einem angelsächsischen Adeligen namens Offo gegründet. Während der Karolingerzeit war es eines der bedeutendsten Reichsklöster, dessen Reichtum bis ins hohe Mittelalter und während des Barocks weithin geschätzt wurde. Die Säkularisierung von 1806 beendete das Klosterleben und zerstreute die Besitztümer der Benediktinerabtei. Archäologische Untersuchungen zwischen 1972 und 1975 unter der Leitung von Karl List brachten die wechselvolle Vergangenheit des Klosters ans Licht und für kurze Zeit ins öffentliche Bewusstsein. In den folgenden Jahrzehnten geriet diese archäologisch nachgewiesene Vergangenheit jedoch erneut in Vergessenheit. Das vorliegende Buch mit 20 Beiträgen namhafter Fachleute aus verschiedenen Forschungsrichtungen versucht, diesem Vergessen entgegenzuwirken. Es bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme der archäologischen und historischen Überlieferung zum Kloster Schuttern, die während einer Tagung im April 2013 gewonnen wurde. Herausgegeben im Auftrag des Historischen Vereins für Mittelbaden und des Historischen Vereins Schuttern 603 e. V., enthält es Beiträge von Experten wie Claudia Bodinek, Regine Dendler, Uwe Gross und vielen anderen, die die Bedeutung und Geschichte des Klosters beleuchten.