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Verbale Interaktion

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Formulieren Österreicher ihre Bitten höflicher als Deutsche oder Franzosen? Wie sprechen Ärzte mit ihren Patienten? Mit welchen Strategien werden Konfliktmomente in Gesprächen bewältigt? Wie manipuliert ein britisches Boulevardblatt seine Leser? Oder was zeichnet das Sprechverhalten von Pariser Clochards aus? Diese und noch andere Themen vereinigt dieser Band unter dem allgemeinen Titel „Verbale Interaktion“ als Ergebnis einer Sektion der 21. Österreichischen Linguistentagungim Oktober 1993. Damit greift er einmal mehr einen aktuellen Bereich der modernen Sprachwissenschaft auf, die Pragmatik, also die Beschäftigung mit alltäglichen Kommunikations- und Diskursformen. Den Grundkonzeptionen dieser jungen linguistischen Disziplin entsprechend, wo immer das Verhältnis zwischen sprachlichem Handeln und sozialen Prozessen im Mittelpunkt steht, lässt die Vielfalt der Beiträge gemeinsame theoretische Fragestellungen und vergleichbare methodische Ansätze erkennen, die von den zentralen Paradigmen, der Sprechakttheorie und der Konversations- und Diskursanalyse, geprägt sind. So geht es immer wieder um Strategien der Beziehungsarbeit und -steuerung, um Konversationsprinzipien, um Mechanismen der Sinnproduktion oder um typische Inhaltsstrukturen. Als Beschreibungscorpus dienen hentische Gesprächsaufzeichnungen, experimentell gewonnene Daten und Texttypen in deutscher, englischer, französischer, italienischer und russischer Sprache. Die Verbindung theoretischer Konzepte mit einprägsamen Beispielen aus der erlebten Alltagswelt zeigt, dass gerade die Pragmatik viel zu einer allgemein verständlichen, gesellschaftsbezogenen und angewandten Linguistik beitragen kann.

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1994

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