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Semantisierte Sinnlichkeit

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Die noch heute weitverbreiteten Motivtabellen zu Wagners Musik haben ihren Ursprung in den Erläuterungsschriften der Uraufführungszeit, als man mit missionarischem Eifer versuchte, Wagners umstrittene musikdramatische Kunst dem Publikum zu vermitteln. Die Geschichte der sogenannten Leitfaden-Literatur zwischen 1876 und 1914 wird hier erstmals rekonstruiert. Der Autor macht anschaulich, wie die etikettierten Leitmotive zu einem Rezeptionswissen kanonisiert wurden, das dem bildungsbeflissenen Hörer Orientierung versprach und der sinnlichen Faszination einen hermeneutisch-produktiven Widerpart gab, zugleich aber die latent gegenläufigen Zeichenfunktionen aktivierte, die das Leitmotiv als Schnittstelle zwischen Dichtung, Szene und Musik kennzeichnen. Durch Verschränkung von rezeptions-historischer und semiotischer Analyse wird die Polemik gegen das Komponieren in Symbolen ebenso als Teil der Verstehensgeschichte Wagnerscher Musik durchschaubar wie die Passion des Wagnerianers für die Leitmotivexegese. 

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Semantisierte Sinnlichkeit, Christian Thorau

Sprache
Erscheinungsdatum
2003
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(Hardcover)
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Titel
Semantisierte Sinnlichkeit
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Christian Thorau
Verlag
Steiner
Erscheinungsdatum
2003
Einband
Hardcover
ISBN10
3515079424
ISBN13
9783515079426
Reihe
Beschreibung
Die noch heute weitverbreiteten Motivtabellen zu Wagners Musik haben ihren Ursprung in den Erläuterungsschriften der Uraufführungszeit, als man mit missionarischem Eifer versuchte, Wagners umstrittene musikdramatische Kunst dem Publikum zu vermitteln. Die Geschichte der sogenannten Leitfaden-Literatur zwischen 1876 und 1914 wird hier erstmals rekonstruiert. Der Autor macht anschaulich, wie die etikettierten Leitmotive zu einem Rezeptionswissen kanonisiert wurden, das dem bildungsbeflissenen Hörer Orientierung versprach und der sinnlichen Faszination einen hermeneutisch-produktiven Widerpart gab, zugleich aber die latent gegenläufigen Zeichenfunktionen aktivierte, die das Leitmotiv als Schnittstelle zwischen Dichtung, Szene und Musik kennzeichnen. Durch Verschränkung von rezeptions-historischer und semiotischer Analyse wird die Polemik gegen das Komponieren in Symbolen ebenso als Teil der Verstehensgeschichte Wagnerscher Musik durchschaubar wie die Passion des Wagnerianers für die Leitmotivexegese.