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Das öffentliche Bild jugendlicher Straftäter ist das des gefährlichen, asozialen, brutalen Provozierers oder Verlierers, das Opfers widriger Umstände, gewalttätiger Menschen oder unsozialer Verhältnisse. Die einzelnen Personen, die einen Freiheitsentzug als einen starken Einschnitt in ihre Lebensgeschichte wahrnehmen, werden nicht wahrgenommen. Das vorliegende Buch, das aus einem Forschungsprojekt des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFN) heraus entstanden ist, versucht die Menschen hinter diesem Klischee sichtbar zu machen. In selbstinszenierten Bildern und ausführlichen Interviews werden acht junge Männer im Strafvollzug vorgestellt. Die Porträts der ermöglichen eine individuelle Begegnung und sind einzigartige Momentaufnahmen des Lebens in einer Institution, deren Innenleben der Öffentlichkeit unbekannt ist.