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Die Nürnberger Interviews

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Ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte wird erstmals zugänglich gemacht: die Aufzeichnungen des amerikanischen Gerichtspsychiaters Leon Goldensohn. Diese Aufzeichnungen bieten einen einzigartigen Einblick in die Gedankenwelt und Moralvorstellungen der NS-Elite während des Nürnberger Prozesses (1945/1946). Goldensohn führte über sechs Monate Gespräche mit 19 Hauptkriegsverbrechern, darunter Hermann Göring und Joachim von Ribbentrop, sowie mit Zeugen wie Rudolf Höß. Die oft schockierenden Interviews enthüllen die Lebenswege und Karrieren dieser Personen sowie ihre Haltung zu Hitler und der Judenverfolgung. Die Gespräche zeigen, wie die Angeklagten ihre persönliche Unschuld beteuern, oft mit einer Mischung aus Intelligenz und Dummheit. Sie erscheinen als mediokre Figuren, die durch historische Umstände in Machtpositionen gelangten. Hermann Göring äußert, dass er nie Hass gegen Juden empfand, während Joachim von Ribbentrop die hypnotische Kraft Hitlers beschreibt und die Idee einer Verschwörung in einer Diktatur in Frage stellt. Diese Interviews sind nicht nur eine Fallstudie über Banalität und Bestialität, sondern auch eine bedeutende historische Quelle, die neue Perspektiven auf die NS-Terrormaschinerie und ihre Protagonisten eröffnet.

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Die Nürnberger Interviews, Leon Goldensohn

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Hardcover)
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Titel
Die Nürnberger Interviews
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Leon Goldensohn
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Hardcover
ISBN10
3538072175
ISBN13
9783538072176
Reihe
Originaltitel
The Nuremberg interviews
Bewertung
4,05 von 5 Sternen
Beschreibung
Ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte wird erstmals zugänglich gemacht: die Aufzeichnungen des amerikanischen Gerichtspsychiaters Leon Goldensohn. Diese Aufzeichnungen bieten einen einzigartigen Einblick in die Gedankenwelt und Moralvorstellungen der NS-Elite während des Nürnberger Prozesses (1945/1946). Goldensohn führte über sechs Monate Gespräche mit 19 Hauptkriegsverbrechern, darunter Hermann Göring und Joachim von Ribbentrop, sowie mit Zeugen wie Rudolf Höß. Die oft schockierenden Interviews enthüllen die Lebenswege und Karrieren dieser Personen sowie ihre Haltung zu Hitler und der Judenverfolgung. Die Gespräche zeigen, wie die Angeklagten ihre persönliche Unschuld beteuern, oft mit einer Mischung aus Intelligenz und Dummheit. Sie erscheinen als mediokre Figuren, die durch historische Umstände in Machtpositionen gelangten. Hermann Göring äußert, dass er nie Hass gegen Juden empfand, während Joachim von Ribbentrop die hypnotische Kraft Hitlers beschreibt und die Idee einer Verschwörung in einer Diktatur in Frage stellt. Diese Interviews sind nicht nur eine Fallstudie über Banalität und Bestialität, sondern auch eine bedeutende historische Quelle, die neue Perspektiven auf die NS-Terrormaschinerie und ihre Protagonisten eröffnet.