Meine drei Leben
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Mit der Weisheit eines 80-Jährigen blickt der langjährige Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien, Fernsehpionier und Vollblutpolitiker Helmut Zilk zurück und gewährt tiefe Einblicke in sein Leben. Seine berührende Autobiografie erhellt zugleich ein Stück Zeitgeschichte. „Meine drei Leben“ ist die berührende Biografie des Lehrers, Fernsehpioniers und Vollblutpolitikers Helmut Zilk. Am 9. Juni 1927 kommt Helmut Zilk „zufällig“ in Wien auf die Welt. Seine frühe Kindheit verbringt er in der polnischen Kleinstadt Lódz, wo der Vater eine Kettenzwirnfabirk leitet. Die Schrecken des Krieges erlebt er mit seinen Eltern in der Lange Gasse in Wien-Josefstadt, in unmittelbarer Nähe zum Rathaus, wo er später als Politiker tätig ist. Vater Zilk arbeitet im Expedit einer Zeitung, der Sohn lernt das Journalistenmilieu kennen und den Geruch von Druckerschwärze lieben. In der Nachkriegszeit arbeitet Helmut Zilk als Schulhelfer im 2. Bezirk und wird „Lehrer wider Willen“. 1967 bestellt ihn Gerd Bacher zum Programmdirektor des ORF. Mit Formaten wie „In eigener Sache“ und den legendären „Stadtgesprächen“ wird Helmut Zilk bald ein Fernsehstar. Für das „Auslandsecho“ erhält er den höchsten deutschen Fernsehpreis, die „Goldene Kamera“. 1974 tritt er mit Gerd Bacher ab, die darauffolgenden vier Jahre ist er Ombudsmann der „Kronen Zeitung“. Diese Funktion übt er heute wieder aus. 1978 geht er in die Politik, steigt dort rasant auf als einer, der die Massen bewegt und polarisiert. 10 Jahre lang ist Helmut Zilk Bürgermeister von Wien, bis er im Herbst 1994 von der politischen Bühne abtritt. Mit der Weisheit eines 80- Jährigen blickt Helmut Zilk auf seine drei Leben zurück: Das erste endet beinahe, als eine Briefbombe ihm 1993 die linke Hand zerfetzt. Seine Frau Dagmar Kokller rettet ihm damals das Leben. Das zweite Leben dauert bis 2006, als sein Herz versagt und der Politiker 104 Tage lang im Koma liegt. Das dritte Leben ist jetzt. „Und es wird wohl mein letztes sein“, schreibt Zilk. „Wenn meine Schalen abfallen, Schale um Schale, und ich immer weniger und weniger werde, was bleibt da wirklich? Nicht sehr viel Zuversicht für die Welt und knapp genug Selbstvertrauen. Ein wenig Leben, ein wenig Angst und ein wenig Liebe.“ In seinen ganz persönlichen Erinnerungen, aufgezeichnet von Conny Bischofberger, gewährt der langjährige Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien tiefe Einblicke in sein privates und politisches Leben.