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Frieden schaffen mit anderen Waffen?

Alternativen zum militärischen Muskelspiel

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  • 222 Seiten
  • 8 Lesestunden

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Streitkräfte sind grundsätzlich zwiegesichtig, geeignet für Angriff und Verteidigung, was dazu führt, dass Rüstungen zur eigenen Sicherheit auch die Sicherheit des Gegners gefährden. Diese Dynamik erzeugt eine Spirale der Aufrüstung, die von gegenseitigen Ängsten geprägt ist, so die Ansicht einer einflussreichen Denkschule der Politikwissenschaft. Lutz Unterseher widerspricht energisch: Armeen sind nicht gleich. Streitkräfte, die sich auf ihre Schutzfunktion konzentrieren und Aggression ablehnen, können zur internationalen Stabilität beitragen. Um diese Sichtweise zu untermauern, wird auf Philosophen, Historiker und kritische Strategieforscher verwiesen, um zu klären, unter welchen Bedingungen militärische Schutzmaßnahmen Kriege unwahrscheinlicher machen. Die großen Denker des Krieges, wie Sun Tze und von Clausewitz, unterstützen die Argumentation mit ihren Ideen zur Überlegenheit der Defensive. Zudem werden Lehren aus den Modellen alternativer Verteidigung der 1980er Jahre gezogen, die Wege aus der gefährlichen Konfrontation der Blöcke aufzeigten. Es wird gezeigt, dass die Idee von nicht provozierenden, sondern schützenden Streitkräften auch auf heutige Militärinterventionen übertragbar ist. Eine befriedende Politik muss den Zuschnitt ihrer bewaffneten Kräfte reflektieren und glaubwürdig anpassen.

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Frieden schaffen mit anderen Waffen?, Lutz Unterseher

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Erscheinungsdatum
2011
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