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Bevölkerungspolitik im kolonialen Algerien im 19. Jahrhundert

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Seit den 1950er Jahren wird die Bevölkerungsgröße der sogenannten Dritten Welt im bevölkerungspolitischen Diskurs als Problem betrachtet. Doch wie gestalteten sich diese Diskurse zuvor in den Kolonien? Am Beispiel Algeriens, einer Siedlungskolonie des 19. Jahrhunderts, wird untersucht, wie der Plan der Beherrschung einer differenzierten Bevölkerung umgesetzt wurde. Für die Kolonialmacht Frankreich standen bei bevölkerungspolitischen Fragen stets die eigenen Vorteile im Vordergrund. Zunächst ging es um die Nutzung des Bodens und die Ausbeutung der vorkolonialen Bevölkerung, die als Steuerzahler, Arbeiter und Streitkräfte betrachtet wurde. Auch die europäische Migration spielte eine zentrale Rolle in diesem Diskurs. Rassen- und Klassendiskurse des 19. Jahrhunderts beeinflussten die Wahrnehmung der Siedler, deren Überleben auf dem neuen Boden als rassenspezifisch betrachtet wurde. Zudem wurde differenziert darüber nachgedacht, welche Teile der französischen Bevölkerung in Algerien angesiedelt werden sollten. Mit der langsamen Ansiedlung europäischer Siedler gewannen Fragen der Machtverteilung zwischen der kolonisierten und der neuen Bevölkerung an Bedeutung. Es entstand ein segregierendes System, das die Indigènes und Européens räumlich trennte und klare Hierarchien festlegte, wobei die vorkoloniale Bevölkerung an die unterste Stufe dieser Struktur gedrängt wurde.

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Bevölkerungspolitik im kolonialen Algerien im 19. Jahrhundert, Julia Harnoncourt

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2014
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