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Führen und Folgen - Autorität in der Demokratie

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Das Verhältnis von Demokratie und Autorität ist von Spannungen geprägt. Der demokratische Anspruch auf gleichberechtigte Mitbestimmung steht im Widerspruch zur Vorstellung von freiwilliger Über- und Unterordnung, die für Autorität charakteristisch ist. Die antiken Politprofis erkannten, dass dieser Widerspruch nicht aufgelöst, sondern nur ausgehalten werden kann, da eine funktionsfähige Demokratie auf die Autorität von Ämtern und Personen angewiesen ist. Um den Spagat zwischen Deliberation und Entscheidung sowie zwischen Verhandlung und Führung zu meistern, sind gut ausbalancierte Institutionen erforderlich, die einen starken Staat ermöglichen, jedoch die Herrschaft eines starken Mannes – die ständige autoritäre Versuchung der Demokratie – verhindern. Demokratische Autorität kann auf persönlicher Vorbildhaftigkeit, überlegener Sachkompetenz oder als Amtsautorität basieren, die auf demokratischen Arrangements der Autorisierung fußt. Dennoch ist Autorität, selbst in ihren besten Formen, mit der Anerkennung hierarchischer Unterschiede verbunden und steht somit dem demokratischen Anspruch auf Gleichheit entgegen. Daher sind der Status und die Funktionsweise von Autorität in der Demokratie erklärungsbedürftig und grundsätzlich prekär. Autorität bleibt ein ständiger Konfliktpunkt in der Demokratie.

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Führen und Folgen - Autorität in der Demokratie, Christoph Michael

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2018
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