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Subjekte, Sprachgewalt, Hegemonie

Sprachreflexion in der deutschen und russischen Gegenwartsprosa

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  • 212 Seiten
  • 8 Lesestunden

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Die Sprachreflexion in der deutschen und russischen Gegenwartsprosa wurde bisher als biografisch motivierte Reaktion auf politische Unterdrückung interpretiert. Doch ist es wirklich ein politisches Anliegen, wenn Literatur ihr eigenes Medium reflektiert? Und was bedeutet „politisch“ in diesem Kontext? Die Arbeit untersucht die Komplexität und Transversalität der Sprachreflexion in exemplarischen Texten der deutschen und russischen Gegenwartsliteratur, basierend auf poststrukturalistischen und hegemonietheoretischen Ansätzen. Die Prosa von Gert Neumann, Kurt Drawert, Vladimir Sorokin und Valerij Votrin thematisiert Sprachgewalt als Fundament jeder soziopolitischen Ordnung – sei es in der DDR, der Sowjetunion oder im heutigen Deutschland und Russland. Darüber hinaus wirft die Literatur sprachphilosophische Fragen auf: Was ist Sprache? Ist Literatur ohne Sprachgewalt möglich? Wie stehen politische Systeme, Sprachnormen und Subjekte in Beziehung? Politisch diskursive Gewalt und die immanente Gewalt der Sprache sind eng miteinander verwoben. Die Versuche der Subjekte, sich als stabile Instanzen zu präsentieren, die die Sprache kontrollieren können, führen stets zu einem Scheitern, das nicht nur als Resultat politischer Herrschaft zu verstehen ist, sondern als konstitutive Eigenschaft des Subjekts im ontologischen Verhältnis zur Sprache.

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Subjekte, Sprachgewalt, Hegemonie, Manuel Ghilarducci

Sprache
Erscheinungsdatum
2019
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(Paperback)
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