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Versehrtes Erkennen

Zur Refokalisierung von Theorie im Exil bei Walter Benjamin und Siegfried Kracauer

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  • 344 Seiten
  • 13 Lesestunden

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Die vorliegende Studie untersucht, wie Walter Benjamin und Siegfried Kracauer ihre Exilerfahrungen zur Re-Organisation des eigenen theoretischen Schreibens nutzbar gemacht haben. Angesichts des Exils mussten strengere Anforderungen an Theorie gestellt werden: Weder die Voraussetzung eines souveränen Autorensubjekts, noch diejenige einer neutralen Beschreibungssprache oder -systematik konnte aufrecht erhalten werden, wollte man die als zerstörerisch erfahrenen strukturellen Herrschaftsmechanismen nicht fortschreiben. Das Ergebnis waren Texte, deren Verfahrensweisen sich stark an der Selbstproblematisierung der eigenen Wissensperspektive ausrichteten, ohne dadurch ihre politische Ausrichtung preiszugeben. Sowohl Benjamins »Kunstwerkaufsatz« als auch Kracauers »Geschichtsbuch« werden so als politische Epistemologien lesbar, die gerade im Kontrast mit jüngeren Ansätzen (Derrida, Menke) ihre Eigenständigkeit und Radikalität zeigen.

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Versehrtes Erkennen, Matthias Schmidt

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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Titel
Versehrtes Erkennen
Untertitel
Zur Refokalisierung von Theorie im Exil bei Walter Benjamin und Siegfried Kracauer
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Matthias Schmidt
Erscheinungsdatum
2023
Seitenzahl
344
ISBN10
3826070321
ISBN13
9783826070327
Reihe
Beschreibung
Die vorliegende Studie untersucht, wie Walter Benjamin und Siegfried Kracauer ihre Exilerfahrungen zur Re-Organisation des eigenen theoretischen Schreibens nutzbar gemacht haben. Angesichts des Exils mussten strengere Anforderungen an Theorie gestellt werden: Weder die Voraussetzung eines souveränen Autorensubjekts, noch diejenige einer neutralen Beschreibungssprache oder -systematik konnte aufrecht erhalten werden, wollte man die als zerstörerisch erfahrenen strukturellen Herrschaftsmechanismen nicht fortschreiben. Das Ergebnis waren Texte, deren Verfahrensweisen sich stark an der Selbstproblematisierung der eigenen Wissensperspektive ausrichteten, ohne dadurch ihre politische Ausrichtung preiszugeben. Sowohl Benjamins »Kunstwerkaufsatz« als auch Kracauers »Geschichtsbuch« werden so als politische Epistemologien lesbar, die gerade im Kontrast mit jüngeren Ansätzen (Derrida, Menke) ihre Eigenständigkeit und Radikalität zeigen.