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Heinrich Grunholzers dokumentarischer Anhang in Bettina von Arnims Königsbuch (1843)

Ein Text aus dem Vormärz als Vorform der Protokoll-Literatur

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Im Auftrag Bettina von Arnims besucht Heinrich Grunholzer 1843 die ersten Mietshäuser der Berliner Vorstadt, in denen zahllose unter den Auswirkungen der Frühindustrialisierung leidende Handwerkerfamilien in elenden Verhältnissen leben. Um aufzuzeigen, dass diese Menschen auch bei bestem Arbeitswillen ihren Unterhalt nicht aus eigener Kraft verdienen können, bedient sich der Schweizer Sekundarlehrer u. a. der Stilelemente des Protokolls. Den institutionellen Schein, den diese Textsorte ausstrahlt, macht sich auf ähnliche Weise eine Protokoll-Literatur zunutze, die in Deutschland in den 1960er-Jahren entsteht. Als Vorform dieser Protokoll-Literatur stellen Grunholzers Armenprotokolle ein aus jener Zeit herausragendes Plädoyer gegen die arbeitende Armut dar. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass die von Grunholzer befragten Personen kaum eine eigene Stimmhaftigkeit entfalten können. Grundlegend werden vier Vermittlungsstufen identifiziert, auf denen die Autorinstanz einer Protokoll-Literatur auf das Gesprächsmaterial einwirken kann.

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Heinrich Grunholzers dokumentarischer Anhang in Bettina von Arnims Königsbuch (1843), Daniel Schaumann

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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Titel
Heinrich Grunholzers dokumentarischer Anhang in Bettina von Arnims Königsbuch (1843)
Untertitel
Ein Text aus dem Vormärz als Vorform der Protokoll-Literatur
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Daniel Schaumann
Erscheinungsdatum
2023
ISBN10
348716339X
ISBN13
9783487163390
Reihe
Beschreibung
Im Auftrag Bettina von Arnims besucht Heinrich Grunholzer 1843 die ersten Mietshäuser der Berliner Vorstadt, in denen zahllose unter den Auswirkungen der Frühindustrialisierung leidende Handwerkerfamilien in elenden Verhältnissen leben. Um aufzuzeigen, dass diese Menschen auch bei bestem Arbeitswillen ihren Unterhalt nicht aus eigener Kraft verdienen können, bedient sich der Schweizer Sekundarlehrer u. a. der Stilelemente des Protokolls. Den institutionellen Schein, den diese Textsorte ausstrahlt, macht sich auf ähnliche Weise eine Protokoll-Literatur zunutze, die in Deutschland in den 1960er-Jahren entsteht. Als Vorform dieser Protokoll-Literatur stellen Grunholzers Armenprotokolle ein aus jener Zeit herausragendes Plädoyer gegen die arbeitende Armut dar. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass die von Grunholzer befragten Personen kaum eine eigene Stimmhaftigkeit entfalten können. Grundlegend werden vier Vermittlungsstufen identifiziert, auf denen die Autorinstanz einer Protokoll-Literatur auf das Gesprächsmaterial einwirken kann.