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Zunehmende Lohnungleichheit und Beschäftigungsprobleme in den OECD-Ländern haben die Lohnstruktur in den Fokus ökonomischer und politischer Diskussionen gerückt. Die Literatur zu Ausmaß, Entwicklung, Ursachen und Beschäftigungseffekten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Das vorliegende Papier fasst zentrale Ergebnisse zusammen, diskutiert wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen und empirische Befunde zur Lohnspreizung in Deutschland und anderen OECD-Ländern, insbesondere den USA. In Deutschland wird die Lohnstruktur im unteren Bereich als marktwidrig komprimiert und beschäftigungsmindernd angesehen, was eine Forderung nach stärkerer Lohnspreizung zur Folge hat. Es wird behauptet, dass untere Lohngruppen überproportionale Lohnsteigerungen erfahren haben, die sie in die Arbeitslosigkeit gedrängt haben. Zudem wird ein zu geringer Lohnabstand zwischen Transferzahlungen und niedrigeren Arbeitseinkommen als Armutsfalle identifiziert, was eine Senkung der Transfers und eine Ablehnung gesetzlicher Mindestlöhne nach sich zieht. Die hohe Arbeitslosigkeit unter gering qualifizierten Arbeitnehmern wird mit der komprimierten Lohnstruktur erklärt, während die Zunahme der Lohnspreizung seit den 1990er Jahren oft ignoriert wird. Die Diskussion ist mehr normativ als empirisch geprägt, und es besteht ein Bedarf an einer sachlicheren Auseinandersetzung mit der Lohnstruktur. Das Papier zeigt, dass der Zusammenhang zwischen Löhnen und Bes
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Lohnspreizung: Mythen und Fakten, Ronald Schettkat
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- 2006
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- (Paperback)
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