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Mit der Reformation entstand das protestantische Kantorat, das in Zusammenarbeit mit Stadtpfeifern die öffentliche Musikausübung durch die Knaben höherer Schulen übernahm, besonders in Städten ohne höfische Musik. In Saalfeld konzentrierte sich diese Praxis auf schulische Aktivitäten ohne eine Kantorei sangesfreudiger Bürger. Der Kantor war der einflussreichste Lehrer nach dem Rektor der Lateinschule. Obwohl nur Leonhart Schröter als Komponist nachweisbar ist, belegen zahlreiche Notendrucke von 1553 bis 1669 eine reiche Musikpflege. Dazu gehören Werke bedeutender Meister wie Heinrich Schütz und Johann Hermann Schein sowie Sammlungen von Erhard Bodenschatz, die heute im Franziskanerkloster und Stadtmuseum aufbewahrt werden. Die Stimmbücher bieten Einblicke in die Aufführungspraxis, etwa durch Änderungen an Texten von Orlando di Lasso, die im evangelischen Gottesdienst nicht vertretbar waren. Besonders bemerkenswert ist die Anschaffung des venezianischen Nachdrucks der Cento Concerti ecclesiastici von Ludovico Viadana, die moderne italienische Kompositionen in den Gottesdienst brachten. Neben Informationen zur Figuralmusik wurden auch Archivalien aus Kirchen- und Ratsarchiven herangezogen, um die Kompetenzen der schulischen und kirchlichen Bediensteten sowie die Pflichten der Knaben im Chorus musicus zu beleuchten. Die Untersuchung endet mit der Analyse der schulischen Entwicklung bis zur Gründung der Realschule 1837, die Veränd
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Kirchenmusikpflege in Sachsen nach der Reformation bis 1837, Dietlinde Rumpf
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- 2007
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