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Kirchen sind Orte, an denen sich sonntags eine christliche Gemeinde versammelt, doch sie ziehen auch Millionen Besucher an, die die besondere Atmosphäre der Räume erleben möchten. Die religiöse Erfahrung der Transzendenz, die Gemeindemitglieder während der Liturgie empfinden, wird oft von ästhetischen Eindrücken überlagert, die Besucher im Kirchenraum gewinnen. Kirchen fungieren somit als hybride Räume der Transzendenz, in denen ein charmanter Übergang zwischen ästhetischer und religiöser Erfahrung stattfinden kann. Gleichzeitig können Konflikte entstehen, wenn Religion und Kunst sich voneinander abgrenzen. Diese Räume bieten sowohl Kontinuität als auch Diskontinuität und eröffnen verschiedene Erfahrungen der Transzendenz, sowohl in der Kunst als auch in der Liturgie. Auch heute benötigen wir Kirchen für diese hybriden Formen der Transzendenz. Kirchen werden häufig wegen ihres architektonischen Wertes besucht, nicht nur aus religiösem Interesse. Sie kombinieren urbane Eventkultur (ästhestische Transzendenz) mit religiösen Erfahrungen. Ebenso können nicht-religiöse Gebäude, die architektonisch ansprechend sind, spirituelle Kontemplation unterstützen und religiöse Effekte hervorrufen oder neu erfinden. Beide Formen der Wahrnehmung zeigen ein gemeinsames Bedürfnis nach Selbsttranszendenz, die durch religiöse und/oder ästhetische Mittel erreicht wird.
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Hybride Räume der Transzendenz, Thomas Erne
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- 2017
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- (Hardcover)
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