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Eine Art Liebe

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Die Berliner Autorin Katharina Hacker, die die Zeit des Nationalsozialismus nicht erlebt hat, wählt Themen aus, die im Kontext des Holocausts stehen. In ihrem neuen Roman wird das Älterwerden thematisiert: "Sobald du an jemanden denkst, den du liebst, siehst du, wie er wächst und älter wird." Dies wirft die Frage auf, ob eine junge Autorin über das Altern und eine Zeit des Schreckens schreiben darf. Hacker gelingt es, Vergangenheit und Gegenwart so packend zu verknüpfen, dass jedes Wort glaubhaft erscheint. Die Geschichte dreht sich um den Jerusalemer Anwalt Moshe Fein, der einer deutschen Studentin von seiner Freundschaft mit dem Berliner Jean erzählt. Im Verlauf der Handlung wird unklar, ob es sich tatsächlich um Freundschaft handelte. Moshes Erinnerungen sind widersprüchlich: Ist Jean im nationalsozialistischen Deutschland gestorben oder hat er die Gräuel durch Flucht nach Frankreich mit einer falschen Identität überlebt? Die Erzählerin beginnt zu recherchieren, wodurch Moshes Erzählungen in neuem Licht erscheinen. Wie in Hackers vorherigem Werk geht es auch hier um erinnerte Geschichte und deren Verdrängung sowie darum, was man über eine nicht selbst erlebte Geschichte schreiben kann. Diese reflexive Ebene verleiht dem Roman eine besondere Tiefe.

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Eine Art Liebe, Katharina Hacker

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2003
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