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„Angefangen hat alles am Montag oder Dienstag vergangener Woche.“ Der Exilchilene Patricio steht mit seiner Frau Silvia vor einem berühmten Akt-Gemälde. Nach dem Selbstmord seines Freundes Felipe entdeckt er in dessen Wohnung detailreiche Aktfotos und ein Passbild seiner Frau, was ihn an Silvias Treue zweifeln lässt. Diese nagende Eifersucht bringt sein Leben aus der Bahn. Jahrzehntelange Ehe wird von einem „unwiderstehlichen Verlangen“ nach Beweisen überschattet. Patricios obsessive Suche nach Hinweisen auf Silvias Untreue führt ihn zu Freunden aus dem Kreis lateinamerikanischer Exilanten. Seine Weggefährten kommentieren seine Besessenheit scharf: „Riesenidiot!“, „Verblödeter alter Sack!“. Verzweiflung lässt ihn überall „Gespenster sehen“, während er die Bilder vergleicht. Jorge Edwards zeigt großes Gespür für tiefe Gefühle, ohne Anklage oder Verurteilung. Mit Wärme und Witz porträtiert er einen älteren Mann und seine jüngere Frau, wobei menschliche Schwächen liebenswerte Begleiter eines langen Lebens werden. Die Erzählperspektiven wechseln, wobei Patricio zunächst der Ich-Erzähler ist. Als seine Nachforschungen überhandnehmen, übernimmt ein neutraler Erzähler. Am Ende, in einem Gespräch mit Silvia, erzählt sie aus ihrer Sicht. Ein weiser Roman, der zum Philosophieren über das Leben anregt und die Komplexität der Liebe thematisiert.
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Der Ursprung der Welt, Jorge Edwards
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- Erscheinungsdatum
- 2005
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