Im Mittelpunkt stehen Erinnerungen an das Aufwachsen in den Nachkriegsjahren. Es geht um Streifzüge durch die Stadt, um Freundschaften, erste Mutproben, kleine Freiheiten und um Armut, die nicht dramatisiert, sondern als selbstverständlicher Teil des Alltags gezeigt wird. Der Titel steht sinnbildlich für diese Zeit: Ein Groschen für Brause, ein kurzer Glücksmoment, mehr braucht es manchmal nicht. Zimmers Sprache ist klar, schnörkellos und sehr präzise. Er beobachtet genau, kommentiert wenig und vertraut darauf, dass die Wirkung aus dem Erzählten selbst entsteht. Das verleiht dem Buch eine große Authentizität. Nichts wirkt nostalgisch verklärt, aber auch nicht verbittert. Stattdessen schwingt eine ruhige Ehrlichkeit mit, die lange nachhallt. Spannung im klassischen Sinne gibt es hier nicht und das ist auch gar nicht das Ziel. Für’n Groschen Brause lebt von Atmosphäre, von Wiedererkennung und von dem Gefühl, einer vergangenen Welt sehr nahe zu kommen. Am Ende ist es ein unspektakuläres, aber starkes Buch. Eins, das zeigt, wie viel Bedeutung in scheinbar kleinen Erinnerungen steckt – und wie sehr sie ein ganzes Leben prägen können.
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"Leipzig 1950-1953. Die Geschichte des 10 jährigen Thomas und seiner kapitalistischen Familie lässt ein Stück Nachkriegszeit in der DDR lebendig werden, als die Grenze noch nicht tödlich dicht war und die S-Bahn auch für Bürger der damaligen SBZ in den Westen fuhr. Schlangestehen, Hamstern, Organisieren - für den Lausbuben Thomas ist das ein Leben voller Abenteuer, das der Autor mit Herz und Humor erzählt und mit köstlichen schnoddrig-sächsischen Dialogen würzt"--Page 4 of cover.
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Für'n Groschen Brause, Dieter Zimmer
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- 1980
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