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Der Renaissance-Humanismus und die klösterliche Welt des späten Mittelalters stehen in einem ambivalenten Verhältnis. In der Forschung werden entweder Trennendes oder Synergien zwischen Klosterreform und humanistischer Bildung hervorgehoben, wobei einige einen eigenständigen 'Klosterhumanismus' betonen. Harald Müller untersucht die aktive Teilhabe von Mönchen am Humanismus und entwirft ein Bild von ihrer Verankerung in dieser Bewegung. Im Gegensatz zur traditionell literaturgeschichtlichen Forschung, die humanistische Einflüsse in Werken bilanziert, analysiert er die Briefkontakte zwischen Mönchen und Humanisten. Diese Gemeinschaft konstituiert sich im Gespräch über humanistische Themen und in einer gemeinsamen Sprache. Mönche sind Teil dieser Korrespondenzgemeinschaft, geraten jedoch in Konflikte mit den Normen des Klosterlebens, wenn sie den humanistischen Habitus übernehmen. Durch die Analyse ausgewählter Briefwechsel werden die Verläufe, Inhalte und Grenzen der Mönche in der kulturellen Welt der Humanisten im 15. und beginnenden 16. Jahrhundert anschaulich präsentiert. Dies ermöglicht einen neuartigen Zugang zum Phänomen 'Humanismus', der der sozialen und inhaltlichen Dynamik dieser Bildungsbewegung gerecht wird.
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Habit und Habitus, Harald Müller
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- 2006
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