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Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus

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  • 277 Seiten
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Die Rolle von Frauen im »Dritten Reich« wurde lange Zeit hauptsächlich als die von Opfern wahrgenommen, während die Täterinnen oft ignoriert wurden. Dabei waren Frauen aktive Mitglieder der SS, bewachten Konzentrationslager und misshandelten weibliche Häftlinge. Sie assistierten als Ärztinnen und Krankenschwestern bei Menschenversuchen und Euthanasie-Aktionen und schlugen als Fürsorgerinnen Zwangssterilisationen vor. Die wenigen Frauen, die für ihre Vergehen verfolgt und verurteilt wurden, wurden von Justiz und Öffentlichkeit als besonders grausam und unweiblich dargestellt. Diese Dämonisierung verhinderte eine tiefere Auseinandersetzung mit ihren Taten und schuf eine Distanz zur Mehrheit der „normalen“ Frauen. Das gängige Bild des »Dritten Reiches« wird daher vor allem von männlichen NS-Größen geprägt. Das Buch von Kathrin Kompisch beleuchtet das breite Spektrum weiblicher Täterschaft, von KZ-Aufseherinnen über Frauen in Polizei und Justiz bis hin zu den am Holocaust beteiligten Schreibtischtäterinnen. Durch Kurzbiografien einzelner Täterinnen wird das Phänomen greifbar und erhält ein konkretes Gesicht, das die vielfältigen Rollen des „schwachen Geschlechts“ während dieser dunklen Epoche verdeutlicht.

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Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus, Kathrin Kompisch

Sprache
Erscheinungsdatum
2008
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(Hardcover),
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Beschädigt
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Titel
Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Kathrin Kompisch
Erscheinungsdatum
2008
Einband
Hardcover
Seitenzahl
277
ISBN10
341220188X
ISBN13
9783412201883
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
3,9 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Rolle von Frauen im »Dritten Reich« wurde lange Zeit hauptsächlich als die von Opfern wahrgenommen, während die Täterinnen oft ignoriert wurden. Dabei waren Frauen aktive Mitglieder der SS, bewachten Konzentrationslager und misshandelten weibliche Häftlinge. Sie assistierten als Ärztinnen und Krankenschwestern bei Menschenversuchen und Euthanasie-Aktionen und schlugen als Fürsorgerinnen Zwangssterilisationen vor. Die wenigen Frauen, die für ihre Vergehen verfolgt und verurteilt wurden, wurden von Justiz und Öffentlichkeit als besonders grausam und unweiblich dargestellt. Diese Dämonisierung verhinderte eine tiefere Auseinandersetzung mit ihren Taten und schuf eine Distanz zur Mehrheit der „normalen“ Frauen. Das gängige Bild des »Dritten Reiches« wird daher vor allem von männlichen NS-Größen geprägt. Das Buch von Kathrin Kompisch beleuchtet das breite Spektrum weiblicher Täterschaft, von KZ-Aufseherinnen über Frauen in Polizei und Justiz bis hin zu den am Holocaust beteiligten Schreibtischtäterinnen. Durch Kurzbiografien einzelner Täterinnen wird das Phänomen greifbar und erhält ein konkretes Gesicht, das die vielfältigen Rollen des „schwachen Geschlechts“ während dieser dunklen Epoche verdeutlicht.