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Marcus Tullius Cicero wird von Stefan Zweig als 'der erste Humanist' bezeichnet. Diese Bezeichnung wirft Fragen auf: Warum gerade Cicero und was bedeutet 'Humanist' im ersten Jahrhundert v. u. Z., lange bevor der Begriff umanista geprägt wurde? Cicero ist ein 'neuer Mann' (homo novus), ein Aufsteiger und engagierter Anwalt, der für die Adelsrepublik und deren Freiheit kämpft. Er ist ein Zivilist, der den römischen Imperialismus, Kolonialismus und Sklaverei verteidigt. Als Philhellene, Philosoph und Politiker ist er ein Skeptiker, der die stoischen Lehren von Natur und Vernunft vertritt. Der Begriff humanitas, der 'Humanität, Menschlichkeit und Menschsein' umfasst, wird in seinen Reden und Schriften häufig verwendet. 'Humanität' ist durch 'Mitgefühl, Barmherzigkeit und Milde' definiert und steht im Gegensatz zu 'Grausamkeit' und 'Rohheit'. Daher sind 'Entrohung' und 'Bildung' zentrale Aufgaben der menschlichen Gesellschaft. Ciceros Diskurs über Humanität, Natur, Vernunft und Freiheit markiert den Beginn des europäischen Humanismus in einer Zeit der Gewalt und Ungleichheit. Dies ist nur der Anfang einer Bewegung, die sich weiterentwickeln wird, denn 'der Anfang ist die Hälfte des Ganzen'.
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Marcus Tullius Cicero (106-43 v. u. Z.), Hubert Cancik
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