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Stefan Zweig bietet in seiner Erzählung eine fesselnde Mischung aus objektiver Darstellung historischer Fakten und dem Leben einer leidenschaftlichen, widersprüchlichen Frau. Anders als viele seiner Vorgänger fällt Zweig kein eindeutiges Urteil über die kluge, anziehende und stolze Königin. Es bleibt dem Leser überlassen, Maria Stuart als Heilige oder Hexe zu betrachten. War sie wirklich die herrschsüchtige Frau, die in den Mord an ihrem zweiten Gatten verwickelt war? Im Buch wird darauf hingewiesen, dass es kaum eine Frau gibt, die in so unterschiedlichen Facetten dargestellt wurde – mal als Mörderin, mal als Märtyrerin, mal als intrigante Person oder als himmlische Heilige. Diese Vielfalt ihrer Darstellungen ist nicht auf einen Mangel an überliefertem Material zurückzuführen, sondern auf dessen verwirrende Fülle. Die Dokumente, Protokolle, Akten, Briefe und Berichte über Maria Stuart sind in Tausenden vorhanden. Der Prozess um ihre Schuld oder Unschuld wird seit drei Jahrhunderten immer wieder neu entfacht. Doch je gründlicher man die Dokumente untersucht, desto mehr wird man sich der Fragwürdigkeit aller historischen Zeugenschaft bewusst. Auch wenn die Dokumente echt und archivalisch beglaubigt sind, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie verlässlich und menschlich wahr sind.
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Maria Stuart, Stefan Zweig
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- 2017
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- (Paperback)
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